Frühstücksteam goes Café Frei

Cafe Frei Eingang
Einsatzort: Café Frei

Marktstraße 2,
6850 Dornbirn
frei.rocks

Seit Ende 2015 ist Dornbirn um ein stylisches Lokal reicher. Unser Frühstücksteam hat es sich zur Aufgabe gemacht, ausgiebig zu testen, ob es sich dabei auch um eine Bereicherung handelt.

Sonntags gibt es Brunch im FREI. Mit Sounduntermalung. Klingt gut. Tatsächlich angelockt wurde ich aber von einem Facebook-Foto mit Tee zum Selberbauen: Heißes Wasser, frischer Ingwer, Orangen- und Zitronenspalten.

Unsere Tischreservierung via Facebook-Nachricht wurde zwar gelesen, aber nicht bestätigt – ich ließ es drauf ankommen. Als ich unseren Tisch einforderte, wirkte  die Servierkraft etwas verunsichert, fragte kurz bei einer Kollegin nach und brachte uns schluss-endlich zu einem freien Tisch. Sie ließ sich nicht anmerken, ob er tatsächlich für uns reserviert war.

Die Brunchkarte war in zwei Bereiche aufgeteilt: für den kleinen und großen Gusto. Der Kleine bietet alle Brunchbestandteile in einzelner Ausführung, man muss also vorab wählen, was man essen wird. Das war uns viel zu kompliziert für einen Sonntagmorgen, also entschieden wir uns für fünf pauschale große Gusti inkl. einem Heißgetränk. Unser Chef wählte Alkohol am Morgen und bestellte stilbewusst einen »Spezialkaffee«. Leider war dieser im Preis nicht inbegriffen. Stattdessen wollte er einen Cappuccino, den er gleich darauf – inspiriert von Max – in einen Kakao umbonieren ließ. Als ihm kurze Zeit später ein Cappuccino serviert wurde, machte er die Kellnerin zwar darauf aufmerksam, erklärte sich dennoch bereit, den Kaffee zu trinken. Die nette Bedienung jedoch bestand darauf, ihm den gewünschten Kakao zu bringen – schließlich waren endlich alle zufrieden. Auf zum Futter-fassen.

Es gab mehrere Sorten Wurst, Schinken und Käse, einige hausgemachte Marmeladen und Aufstriche, Brötchen, einen Kuchen, weiche Eier, Müsli und Bio-Joghurts. Trotzdem war das Buffet an der Bar klein – und bei einem Brunch hätten wir uns auch ein paar warme Speisen erwartet.

Unser durch das Kaffeedesaster ohnehin schon etwas in Mitleidenschaft gezogener Boss musste sich beim Bestreichen seines obligatorischen Marmeladekipferls auch noch mit harter Butter abmühen. Der Rest von uns ließ sich von seinem Wutaus-bruch nicht beirren – wir waren begeistert von der Aufschnitt- und -strich-Qualität und teilten fröhlich unsere schönen Einmachgläser miteinander.

Ich aß zwei Stunden durchgehend. So viel Appetit hatte ich seit langem nicht mehr. Es wurden Stimmen laut, ich hätte noch nie so viel gefrühstückt. Das Einzige, was ich am Ende nicht mehr schaffte, war der Birnenkuchen. Verdammt.

Beim Essen wurde uns schnell klar, dass uns ein vorheriges Absprechen und späteres Teilen der Speisen untereinander viel Geld gespart hätte – die 19 Euro pro Person hatten sich nicht ausgezahlt. Im Nachhinein ist man immer klüger … Alles in allem gingen wir aber satt und glücklich nach Hause.

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Das FREI bekommt von uns 8 von 10 Punkten. Hier könnt ihr euch den Bewertungsbogen ansehen.

Unser Tipp

Am besten kombiniert man den Besuch des Café Frei mit einer Shoppingtour durch Dornbirn.

Unsere Bewertung

8 Gesamt

Tolle Idee mit den Gläschen für Brotbelege, gute Qualität, etwas zu teuer

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