Human Visions Film Festival im Spielboden

human-Vision

Vom 7. bis 11. März präsentiert der Spielboden Dornbirn Vorarlbergs erstes Filmfestival. Gezeigt werden zehn internationale, festivalprämierte sowie aktuelle Spiel- und Dokumentarfilmen zum Thema Menschenrechte, Politik und Gesellschaft.

Neben den sorgfältig ausgewählten Filmen, bietet das Human Vision Film Festival zusätzlich ein spannendes Rahmenprogramm. Ergänzend zu den Filmvorführungen finden in Anschluss Podiumsdiskussionen mit Kooperationspartnern, renommierten Gästen und Experten statt.

Im Zuge des Festivals wird auch die Ausstellung des Anne Frank Vereins Österreich „Lasst mich ich selbst sein“ im Spielboden Dornbirn eröffnet. Die Ausstellung erzählt von Anne Frank, von ihrem Leben und ihrer Zeit: von den ersten Jahren in Frankfurt am Main, der Flucht nach Amsterdam, den glücklichen Jahren in Freiheit, der Zeit im Versteck, bis zu den letzten sieben Monaten in den Lagern Westerbork, Auschwitz und Bergen-Belsen. Mit seinen universellen Botschaften regt das Tagebuch der Anne Frank zum Nachdenken über die Gegenwart an.

Ausserdem erwarten euch erstklassige Filme, die bestimmt niemanden unberührt lassen.

Dienstag 7. März

Die Ausstellung wird am 7. März um 18:00 Uhr eröffnet. Anschließend folgt um 19:00 Uhr die offizielle Festivaleröffnung mit Begrüßung durch die Festivalleitung und Vertreter der Plattform für Menschenrechte.

Gegen 19:30 Uhr startet der Eröffnungsfilm im großen Saal

A Syrian Love Story
Dokumentarfilm, GB 2015, Regie: Sean McAllister
Ein Dokumentarfilm über eine 5 köpfige Familie und ihre Flucht aus der Heimat und den Kampf um die Liebe.

Mittwoch 8. März

Inside the Chinese Closet
18.30 Uhr, Dokumentarfilm, NL 2016, Regie: Sophia Luvarà
Homosexuelle in China: Regisseurin Sophia Luvarà begleitet Andy und Charry auf ihrem aufgezwungenen Weg, der sie zu Scheinehen, Leihmütter, und Adoption Neugeborerner führt.

When the Earth Seems to Be Light
20.15 Uhr, Dokumentarfilm, GEO/D 2016, Regie: Salome Machaidze, Tamuna Karumidze, David Meskhi
Eine stimmungsvolle Dokumentation aus der Sicht der heutigen Jugend im post-sowjetischen Georgien, einem Land im Ausnahmezustand, unterdrückt von konservativer Politik, beherrscht von der Kirche. Eine georgische Skater-Clique spricht über ihr Leben, die Zukunft, und darüber was Freiheit, Liebe und Glück für sie bedeutet.

Donnerstag 9. März

Austerlitz
18.30 Uhr, Dokumentarfilm, D 2016, Regie: Sergei Losznitsa
Filmemacher Sergei Loznitsa beobachtet Besucher von KZ-Gedenkstätten. „Eines der größten Mysterien solcher Orte ist die Motivation der Menschen, ihre Sommerwochenenden in ehemaligen Konzentrationslagern zu verbringen und Öfen und Krematorien anzuschauen. Um es zu verstehen, habe ich diesen Film gemacht.“ – Sergei Loznitsa

Free Speech Fear Free
20.15 Uhr, Dokumentarfilm, GB/D 2016, Regie: Tarquin Ramsey
Der junge Filmemacher Tarquin Ramsay war 15 Jahre alt, als er mit diesem Dokumentarfilm begann. Zu diesem Zeitpunkt stellte er sich nur eine Frage: „Was ist eigentlich Redefreiheit?“ Er fängt bei Null an und macht sich auf eine Reise die Klarheit schafft, und die Bedeutung dieses Menschenrechts aufklärt.

Freitag 10. März

Those Who Jump – Les Sauteurs
18.30 Uhr, Dokumentarfilm, DK 2016, Regie: Moritz Siebert, Estephan Wagner, Abou Bakar Sidibé
Zum Schutz vor illegaler Migration wird die Grenze zwischen Afrika und der EU durch eine hochgesicherte Grenzanlage, bestehend aus drei Zäunen, geschützt. In den nahegelegenen Wäldern warten unzählige afrikanische Flüchtlinge, auf ihre Chance, den Sprung über diese lebensgefährliche Grenze zu wagen. Einer von ihnen heißt Malier Abou Bakar Sidibé, und ist zugleich Protagonist und Dokumentierender in Les Sauteurs.

On Call (La Permanence)
20.15 Uhr, Dokumentarfilm, F 2016, Regie: Alice Diop
Im kleinen Behandlungszimmer eines Pariser Vorortkrankenhauses beobachtet die Regisseurin Alice Diop einen Arzt, der sich um die seelischen und körperlichen Narben der Migranten kümmert. Ein überaus empathisches Dokumentarkino das zeigt, dass Menschlichkeit immer an erster Stelle stehen sollte.

Samstag 11. März

Holy Cow
11.00 Uhr, Spielfilm, ASE/D/RUM 2015, Regie: Imam Hasanov
Die Lösung seiner Familie ein besseres Leben bieten zu können, sieht Tapdiq in der Anschaffung einer europäischen Milchkuh. Doch die traditionell geprägte Dorfgemeinschaft seines Bergdorfs sieht in seinem Vorhaben eine große Bedrohung. „[…] Die Ausdauer Tapdiqs lehrt uns trotz aller Schwierigkeiten immer für neue Einflüsse und Kulturen offen zu sein und nie unsere Ideale oder Träume aufzugeben. […]“ Imam Hasanov, Regisseur

Clash
18.30 Uhr, Dokumentarfilm, EG/F/D 2016, Regie: Mohamed Diab, 98 Min, OmeU
Kairo am 3. Juli 2013. Demonstration gegen Präsident Mursi. Polizei und Militär schlagen die ProtestiererInnen gewaltsam nieder und sperren Befürworter und Gegner in einen Polizeitruck. Verschiedene Lager der ägyptischen Gesellschaft auf engstem Raum zusammengetrieben, aus dem es kein Entkommen gibt.

Notes on Blindness
20.15 Uhr, Spielfilm, GB/F 2016, Regie: Peter Middleton, James Spinney
Der Film basiert auf Audio-Tagebuchaufzeichnungen des 1983 erblindeten Theologieprofessors und Schriftstellers John Hull. John nimmt uns „Sehende“ auf eine einmalige Reise in eine neue Welt „jenseits des Sichtbaren“.

Fotos: Handout Spielboden Dornbirn

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