DANGERZONE: Beim 3D-Bogenschiessen

Bogenschiessen-beitrag

Wir Kinder der 90er hatten viele Idole, eines davon war Robin Hood. Selbstverständlich nicht der Disney-Fuchs, sondern Kevin Costner, der damals noch cool war. Bei der Jugend von heute und unserer Chefredakteurin Cornelia steht eher Katniss Everdeen aus »Die Tribute von Panem« hoch im Kurs. Naja, zugegeben, seit »The Fappening« bei uns Jungs auch, aber ich schweife ab. Kurzum: Um uns wieder wie Kinder zu fühlen, waren wir beim 3D-Bogenschießen im Dornbirner Ebnit.

Bei unseren Ausflügen ist stets Vorsicht geboten – heute ganz besonders, denn wir Schreibtischhengste hantieren mit einem unter Umständen gefährlichen Sportgerät herum. Deswegen sind wir alle etwas übermütig und beginnen zum Spaß aufeinander zu zielen – was unseren Betreuer sichtlich nervös macht.

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Bogenschiessen-besprechung

Höflich, aber bestimmt, bittet er uns damit aufzuhören. Von unserer sichtlichen Euphorie beeindruckt, hält es »Ebnit erleben«-Chef Armin Malojer für notwendig, uns persönlich in die Grundlagen des Bogenschießens einzuweisen.
Das Wichtigste kurz zusammengefasst: Immer hinter dem Schützen stehen, immer einer nach dem anderen schießen und immer darauf warten, dass alle Pfeile verschossen sind, bevor man zur Zielscheibe läuft, um selbige einzusammeln. Einfache Regeln. Das schaffen wir.

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Bogenschiessen-Connie

Die Ausrüstung ist genau so simpel: Pfeile, Bogen, Handschuh und Unterarmschoner. Letzterer ist beinahe das Wichtigste an der ganzen Sache. Er rettet euren Unterarm davor, dass die Bogensehne euer Kitschtattoo vom Unterarm rasiert. Das tut weh.
Unsere Ziele sind vorerst noch unspektakuläre Scheiben, auf die jeder drei Pfeile pro Runde abfeuern darf. Nach wenigen Durchgängen klappt das bereits gut und die ersten Erfolgserlebnisse können verbucht werden. Das Robin Hood-mäßige Pfeilespalten ist zwar noch in weiter Ferne – aber wir sind motiviert und versuchen es auf jeden Fall weiter.

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Bogenschiessen-Chris

Erfreuliches Detail am Rande – niemand hielt es für angebracht, mit Flip Flops zu erscheinen, deshalb können wir uns auf direktem Weg in den Parcour begeben. Dieser verläuft durch das anliegende schattige Waldstück, weshalb festes Schuhwerk zu empfehlen ist. Temperaturbedingt ist dies eine Wohltat, da die gefühlten 48 Grad Außentemperatur die Kleidung an unseren gestählten Körpern festkleben lässt.

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Bogenschiessen-marschieren

Nun wird klar, warum wir vom »3D-Bogenschießen« sprechen. Auf dem Parcour-Gelände schießen wir auf »Tiere des Waldes« wie Hasen, Rehe, Wildschweine oder Drachen. Natürlich nicht auf lebendige Exemplare – wir sind ja keine Wilderer. Bis auf den Drachen handelt es sich um lebensgroße Attrappen aus einem schaumgummiartigen Material, die ziemlich real aussehen.

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Bogenschiessen-eule

Bei fast allen Stationen gibt es drei Schwierigkeitsstufen, die jeweils weiter vom Ziel entfernt sind. Wir nannten die Markierungen, je nach Härtegrad aufsteigend, Hermine, Dare Devil und natürlich Robin Hood.
Wenn man sich nicht stressen lässt, verbringt man gut und gerne vier Stunden im Parcour. Da unser Betreuer offensichtlich noch etwas vor hat, nehmen wir eine Abkürzung. Wir biegen bei der Flugenten-Station, deren Funktionsweise uns bis heute ein Rätsel ist, links ab.
Bei der Biber-Attrappe angekommen, musste sich unser Betreuer zahlreiche schlechte Justin Bieber-Witze anhören – inklusive der Geschichte, warum der Sänger mal auf die Bühne gekotzt hat. Er machte gute Miene zum bösen Spiel und dachte sich vermutlich: ›Bald sind sie wieder weg.‹ Ach ja, er hatte zu viel »Milch« getrunken – der Justin, nicht unser Coach.
Das Wildschwein-Ziel hat es in sich. Wir stehen auf einem dünnen Mäuerchen und schießen über einen reißenden Fluss. Das ist nix für »kleine Mädchen«.

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Bogenschiessen-Connie-2

Nun passiert es, der etwas zu kurz geratene Unterarmschoner ist verrutscht, ohne dass ich es bemerkt habe. Beim nächsten Schuss rasiert die Bogensehne über meine Haut.
Höllische Schmerzen. Das wird ein blauer Fleck. Die kleine Genugtuung: Redaktionskollege Dominik passiert das Gleiche.
Die Ziele werden immer anspruchsvoller, sind kleiner und weiter entfernt. Die Trefferquote der Redaktion verlagert sich immer mehr in die Wildnis. Wer seine Pfeile gerne in Bäume jagt, sollte sich ein Vorbild am guten alten MacGyver nehmen – immer ein Taschenmesser dabei haben. Auch nicht ideal ist es, den Pfeil so weit am Ziel vorbeizusemmeln, dass die gesamte Mannschaft nach zehn Minuten Suche entnervt aufgibt.

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Bogenschiessen-dominik

Fazit

Der erste Sport, bei dem wir Blessuren davon getragen haben. Neben herumfliegenden Pfeilen besteht noch die Gefahr, sich im Wald zu verlaufen oder in den Bach zu fallen. Deshalb ist 3D-Bogenschießen nicht zu unterschätzen und wir ordnen es im oberen Risiko-Level ein.
Wer hart im Nehmen und gut zu Fuß ist, kann sich hier verausgaben: ebniterleben.at

Herausforderung gesucht!

Du hast einen Tipp, in welche Gefahr sich das Ziegfried-Team als nächstes begeben soll? Dann schreib uns, wir haben keine Angst. info@ziegfried.at

Foto: © Ziegfried 2017

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