Tindersticks in der Poolbar

Die Tindersticks sind Gast in der Feldkircher poolbar. Ich kenne zwar den Bandnamen, und habe auch das ein oder andere Lied schon mal im Radio laufen gehört, bin aber nicht wirklich ein Fan, geschweige denn ein Experte. Dennoch, was ich aber bisher hörte hat mir gefallen, also warum die Jungs nicht live sehen? Meine bessere Hälfte und ich sind schon unterwegs Richtung Feldkirch.

Zur Einstimmung haben wir uns während der Anreisen die aktuelle CD angehört, welche mir die berühmteren Lieder wieder ins Gedächtnis ruft. Es kann also los gehen. Dass die Atmoshpäre in der poolbar ist speziell – man steht immer direkt vor der Bühne, und das hat schon was.

Auftritt „Tindersticks“

Die Band betritt die Bühne, drei davon haben tatsächlich Sakos an, na mal sehen wie lange sie die anbehalten. Insider wissen, in der poolbar kann es schon mal etwas „wärmer“ werden. Der Sänger Stuart A. Staples, erinnert mich irgendwie an Pablo Escobar, muss an seinem ausgeprägten Schnurrbart liegen. Der Sound ist eingängig und melancholisch, die Melodien sind abwechslungsreich, insgesamt ein hochwertiges und anspruchvolles Konzert.
Leider auch etwas zu distanziert, die Tindersticks kommunizieren nicht wirklich mit dem Publikum, lediglich vor der Zugabe hören wir ein „Thank you“. Von der Band wird nicht viel für die Stimmung getan, es werden souverän alle Titel des aktuellen Albums heruntergespielt – das wars aber auch, deshalb war es streckenweise auch etwas langweilig. Der Song „Chocolate“ z.B. zieht sich enorm, da er aus einem vorgelesenen Text besteht, der von Musik untermalt wird. Die Band verliert sich zunehmens in ihrer Musik und vergisst dabei auf ihre Besucher. Eine Bekannte, mit der ich mich kurz unterhalte, findet gerade das toll an der Band, ist somit wohl eher Ansichtssache.

Es gibt nicht viel zu kritisieren, die Tindersticks sind eben speziell und wer das mag, und auch die Texte versteht, für den war es ein intensives Konzerterlebnis.

Bilder: Ziegfried

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