Disney’s Star Wars

George Lucas verkauft sein Lucasfilm-Imperium an „The Walt Disney Company“. Diese Nachricht alleine wäre nicht gerade spektakulär, wenn nicht die Ankündigung von Disney, Star Wars in drei weiteren Teilen fortzusetzten zu wollen, mit einhergeht.

„Als würden Millionen aufschreien und plötzlich verstummen“ – Obi Wan Kenobi

Aktuell gibt es heftige Diskussionen in verschiedensten Internetforen die darüber streiten, ob es richtig war diesen Schritt zu machen. Die größte Sorge liegt darin, dass der Star Wars-Kult zerstört werden könnte. Generell wird Disney nicht allzuviel zugetraut.
Was bei dieser Diskussion gerne übersehen wird, ist dass Disney auch schon andere Unternehmen schluckte und trotzdem einige gelungene Werke die Studios verliesen. Zuletzt standen die Marvel Studios auf der Einkaufsliste, die doch einige ansehliche Filme produzierten (X-Men: Erste Entscheidung, The Avengers, The Amazing Spider-Man…).
Diese Zukäufe sind jedoch leider kein Garant für erstklassige Filme siehe die Fluch der Karibik-Reihe – abgesehen vom ersten Teil.

„Viel zu lernen du noch hast“ – Yoda

Aber mal ehrlich, hat George Lucas sein Lebenswerk nicht schon selbst zerstört? Abgesehen vom herumpfuschen in der klassischen Trilogie zB der „Han Shot First“-Szene, sind Millionen von Fans von den drei „neuen“ Teilen mehr als enttäuscht:

Ein überforderter Hayden Christensen als Anakin Skywalker/Darth Vader wirkt meist nur peinlich als gefährlich. Generell kriegt der auserwählte Jedi es nicht wirklich auf die Reihe und wird in einem idiotischem Finale fertig gemacht. Weitere Kritikpunkte an dem dreiteiligen Desaster sind zu wenige Laserschwert-Duelle, charakterlose Bösewichte und einige Logikfehler (wenn man sich die alte Filme genauer ansieht). Lucas hat eine schwache Story rund um die einst glorreiche Jedisaga kreiert und es auch noch geschafft eine Schlüsselszene aus der klassichen Triologie, „ich bin dein Vater“ komplett zu zerstören. Es soll ja Menschen geben die Star Wars nicht kennen und eben bei Episode I beginnen. Normalerweise sollte einem Kreativen nicht dazwischen geredet werden, bei Lucas wäre es wohl besser gewesen.

„Hütte dich vor der dunklen Seite der Macht“ – Obi-Wan Kenobi

George Lucas hat die Latte also selbst ziemlich niedrig gelegt und hätte wahrscheinlich mit einer Fortsetzung von Howard the Duck weniger Mythen zerstört und wesentlich mehr Menschen eine dauerhafte Freude gemacht. Nichts desto trotz spielt jeder Star Wars-Relaunch immer wieder Unsummen ein, somit war damit zu rechnen das weitere Filme folgen. Wahrscheinlich wird auch Indiana Jones nochmals fortgesetzt werden. Und auch hier hat sich Lucas in der Vergangenheit nicht mit Ruhm bekleckert. Bei der „Vergewaltigung“ von Indiana Jones (O-Ton Southpark) in Teil vier, stand ihm sein Kumpel Steven Spielberg tatkräftig zur Seite. Für Disney ist also noch viel Luft nach oben da.

Es wurde bereits angekündigt Lucas als Berater zu engagieren, aber rückblickend auf sein kürzliches Schaffen bleibt die Erkenntnis, dass er besser nicht mitreden sollte und das die klassische Triologie wohl ein Glückstreffer war.

„Sag mir nie wie meine Chancen stehen“ – Han Solo

Auch über mögliche Darsteller wird heftig spekuliert – obwohl lediglich eine Fortsetzung angekündigt wurde, geschweige den ein Plot veröffentlicht. In der Hoffnung, dass uns Justin Bieber sein Schauspieldebut als Luke Skywalker erspart, verraten wir unser Wunsch-Cast, falls die neue Triologie an die Klassische anschließt:

Luke Skywalker – Leonardo DiCaprio 
Han Solo – Robert Downey Jr.
Leia Organa – Anne Hathaway
Lando Calrisian – Jamie Foxx

Foto: David Yeh

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