Kritik: Stirb Langsam 5 – Ein guter Tag zum Sterben

John McClane erfährt, dass sein Sohn Jack in Moskau in Schwierigkeiten steckt, weil dieser einen Auftragsmord begangen hat. McClane beschließt deshalb, nach Russland zu fahren, um seinem Sohn beizustehen.

Bruce Willis ist wieder in seiner Paraderolle zu sehen. In der ersten halben Stunde gibt es eine Verfolgungsjagd, in der alles zerstört wird. Es wird versucht, den Zuseher mit allgegenwärtiger Action in den Bann zu ziehen. Nach dem Motto „wir werden das Auto zerstören, und das, und das und dann lassen wir ihn noch die Straße herunter schanzen und dann wird wieder auf sie geschossen …“ – doch manchmal ist weniger mehr. Dann gibt es gefühlte zwei Minuten Pause bis wieder auf John und Jack geschossen wird. Und so zieht sich das den ganzen Film durch.

Toll an den früheren Stirb Langsam-Filmen war, dass ein Mann sich mit allen Bösewichten anlegte. Doch damals ging er nicht einfach mit einem Maschinengewehr auf alle los, sondern versteckte sich und legte einem nach den anderen um. Zudem warf er mit zynischen Sprüchen um sich. Wenn John McClane in Stirb Langsam 5 sagt: „Ich wollte doch nur Urlaub machen“ so wirkt das aufgesetzt und ist nicht einmal wahr, denn er wollte eben nicht einfach nur Urlaub machen.

Kommen wir zu McClane’s Sohn. Nachdem im Teil 4.0 schon seine Tochter vorkam, braucht es da wirklich noch seinen Sohn? Und muss dieser auch noch ein CIA-Agent sein? Ein John McClane braucht keinen Sidekick. In Stirb Langsam 3 hat das noch gut funktioniert, weil Samuel L. Jackson eine lustige und eigenständige Rolle hatte. In 4.0 sind wir schon eine Stufe darunter, ist aber noch annehmbar weil McClane auf eine Welt trifft, mit der er nichts anzufangen weiß. Aber McClane’s Sohn muss wirklich nicht sein. Man versucht, noch ein Buddy-Movie zu erzwingen, es will aber keine Chemie zwischen den beiden entstehen. Und, dass McClane zu seinem Sohn „ich liebe dich“ sagt, will wirklich auch keiner hören.

Fazit

Stirb Langsam 5 – Ein guter Tag zu sterben ist sinnloses Geballere, das einem John McClane nicht würdig ist. So leid es mir tut, Stirb Langsam 5 ist mit Abstand der schlechteste Teil der Reihe.

Zum Trost haben wir hier noch einige coole „Die Hard“-Statistiken

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Unsere Bewertung

3 Gesamt

Noch unnötiger als Teil 4.

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