Kritik: Movie 43

Zwei Typen laden ein selbstgemachtes Stunt-Video bei YouTube hoch und freuen sich über die exponentiell steigenden „Views“. Zu deren Pech wurden sie nur vom kleinen Bruder verarscht. Nun wollen sie sich rächen und des Bruders Laptop mit Viren verpesten.

Damit dies gelingt, erfinden die beiden Nerds das geheimnisvolle Video „Movie 43“, das angeblich irgendwo im Netz umherschwirrt. Auf der Suche nach dem „Movie 43“ werden verschiedene andere Clips gesichtet und in voller Länge gezeigt. Darin kommen dann die uns bekannten Stars zum Einsatz.

Die Trailer von Movie 43 sind recht lustig und kündigen einen großartigen Film an. Die bisherigen Kritiken waren jedoch vernichtend. Diese hier wird leider keine Ausnahme davon sein. Die hochkarätig besetzten Episoden sind leider nur zum Teil lustig, viele Gags einfach nur platt. Die anfängliche Euphorie lässt bald nach und man wartet nur noch bis dieser Quatsch endlich vorbei ist. Das Konzept hätte eigentlich gelingen müssen – verschiedene Regisseure verwirklichen mit echten Stars unterschiedliche Storys. Diese dann miteinander zu verknüpfen, obwohl sie sich keine gemeinsame Handlung teilen, kann man elegant lösen. Ging leider in die Hose.

Episode 1: Kate Winslet trifft Hugh Jackman beim Blind Date. Der charmante und erfolgreiche Single hat leider seinen Hodensack am Hals hängen, was zu Irritationen führt. Ganz witzig, vorallem als Hugh Jackman kalt wird.

Episode 2: Heimerziehung – der junge Kevin wird von seinen Eltern nicht nur Zuhause unterrichtet, sondern auch schikaniert, wie es im Schulalltag passieren kann. Fängt lustig an, verliehrt aber zusehens an Humor.

Episode 3: Jason möchte seiner Freundin einen Heiratsantrag machen. Sie offenbart ihm, dass sie sich wünscht, dass er auf sie „draufkackt“. Sorry, einfach nur scheiße!

Episode 4: Neil arbeitet an einer Supermarktkasse, dort trifft seine Ex-Freundin Veronica (Emma Stone). Die beiden streiten sich über Details ihrer Beziehung. Der komplette Supermarkt hört mit. Langweilig!

Episode 5: Robin nimmt, in der Hoffnung ein Freundin zu finden, an einem Speed Dating-Abend teil. Dabei wird er ständig von Batman gestört. Zusätzlich treibt der Pinguin beim Speed Dating sein Unwesen. Die beste Episode.

Episode 6: Ein Konzern verkauft einen MP3-Player der die Größe und das Aussehen einer nackten Frau hat, das iBabe. Naja …

Episode 7: Die dreizehnjährige Amanda ist bei ihrem Freund zuhause, als sie bemerkt, dass sie zu erstem Mal ihre Tage bekommt. Alle Männer im Haushalt drehen druch. Anfangs auch recht witzig, zu Schluß dann wieder unnötig dämlich.

Episode 8: Peter (Johnny Knoxville) hat für seinen Buddy (Seann William Scott) ein besonderes Geschenk. Es ist ihm gelungen einen Kobold (Gerard Butler) zu fangen. Auch hier gibts nicht viel zu lachen.

Episode 9: Noch ein Blind Date. Um den üblichen Smalltalk zu vermeinden, einigen sich Emily (Halle Berry) und Donald darauf „Wahrheit oder Pflicht“ zu spielen. Die guten Gags lassen sich an einer Hand abzählen.

Episode 10: Ein Basketball-Trainer motiviert sein Team mit dem Argument: „Ihr seid schwarz, die sind weiß“. Dies alleine ist grund genug das Spiel zu gewinnen. Einer der wenigen Lichtblicke.

Episode 11: Eine Zeichentrick-Katze sorgt für Unruhe in einer Beziehung. Das kann leider auch nichts.

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Fazit

Um fair zu bleiben, man lacht bei Movie 43 öfter als bei Die Dreisten Drei – also mehr als einmal. Aber auch nicht öfter als bei einer Folge Family Guy. Das ist zu wenig für einen Kinofilm gespickt mit Stars.

Unsere Bewertung

2 Gesamt

Schwachsinn mit einigen wenigen Lachern.

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