Der Nächste, bitte!

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Auf Isabels (Diane Kruger) Familie scheint ein Fluch zu lasten: Jede erste Ehe wird geschieden, erst die zweite Ehe verläuft glücklich.

Isabel ist sich sicher: Ihr Freund Pierre, mit dem sie seit 10 Jahren liiert ist, mit dem sie alles teilt und mit dem jeder Wochentag perfekt abläuft, ist der Mann, mit dem sie bis in alle Ewigkeit zusammen sein möchte. Als plötzlich ihre biologische Uhr zu ticken beginnt, teilt ihr ihr Traummann mit, dass seine Mutter nur Enkelkinder duldet, wenn sie vorher heiraten. Isabel sucht Rat bei ihrer Schwester – schnell steht fest: Isabel muss geschieden werden!

Doch der engagierte Schein-Ehemann taucht nicht auf – so bleibt Isabel nichts anderes übrig, als einen Trottel zu aufzuspüren, der sie schleunigst heiratet. Dieser ist schnell gefunden – allerdings ist Jean-Yves (Dany Boon) zu schüchtern, um auf die Flirts von Isabel einzusteigen. Der ständig quasselnde Redakteur eines Reiseführers scheint überall auf der Welt Freunde zu haben und steckt voller Lebensfreude. Schließlich klappt es mit der Scheinehe – Massai-Hochzeit (!) – doch noch und Isabel kehrt glücklich nach Hause zurück. Doch bald merkt sie, dass sie ihr bisheriges Leben langweilt …

Isabels Liebesgeschichte wird von ihrer Familie beim Weihnachtsessen erzählt, was mich nicht stört, aber es hätte nicht sein müssen. Dany Boon, bekannt als der Postbote Antoine aus Willkommen bei den Sch’tis, spielt den verschrobenen Schreiberling perfekt – als Zuschauer wandelt man ständig zwischen Abneigung, Sympathie und Mitleid.

Ich zweifelte bisher am Schauspieltalent von Diane Kruger. Das mag zum einen daran liegen, dass ich nicht viele Filme mit ihr kenne, zum anderen aber auch daran, dass sie sich in einigen davon selbst synchronisiert. Das ist – wie zum Beispiel in Inglourious Basterds – gegen meinen Geschmack, weil sie trotz eigener Stimme nicht authentisch wirkt. In Der Nächste, bitte!  wird sie von Stephanie Kellner synchronisiert und so merke ich, dass Diane Kruger doch eine ernstzunehmende Schauspielerin ist.

Fazit

Dany Boon und Diane Kruger geben (auch optisch) sehr ungleiches Paar, welches aber auf der Leinwand sehr gut harmoniert. Der französische Film ist komisch ohne ein einzige Mal lächerlich zu sein. Man kann Der Nächste, bitte!  getrost mit männlicher Begleitung ansehen, da er eine perfekt die Balance zwischen Komödie und Romantik meistert.

Unsere Bewertung

7 Gesamt

Lustig!

2 Kommentare

  • M.Feurstein sagt:

    Diane Kruger zeigt gerade in Inglourious Basterds dass sie Talent hat.
    Es ist absolut lobenswehrt wenn sich jemand selbst synchronisiert (außer bie Schwarzenegger ;))

    • Cornelia Bachträgl sagt:

      Ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn sich jmd. selbst synchronisiert! Waltz macht das zum Beispiel hervorragend! Aber bei Diane Kruger klingt das … naja … als ob sie ein bisschen blöd wär. Und das ist schade, weil es zumindest mich bisher von ihren Stärken abgelenkt hat.

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