Das einkaufsfreie Jahr einer Shopaholic: Mai

Aus dem Leben einer Shopaholic

Wenn man mit zwei Freundinnen ein Wochenende in München verbringt und sich keine Klamotten kauft, kann das eigentlich nur zwei Gründe haben:

1) Man hasst Shopping und meidet jedes Geschäft.
2) Man liebt shoppen über alles, darf aus irgendeinem Grund aber nicht einkaufen.

Auf mich trifft seit Jänner dieses Jahres zweiteres zu. Das Verbot hab ich mir zwar selbst auferlegt, ich nehme es aber dennoch sehr genau. Deshalb wäre eine Kombination aus beiden Möglichkeiten eigentlich am geschicktesten: Man liebt einkaufen, darf aber nicht und meidet darum jedes Geschäft. Doch so einfach mache ich es mir nicht! Jedes Geschäft, das meinen Freundinnen als betretungswürdig erscheint, wird besucht. Auch ich bummle durch diese Läden, stöbere ein bisschen oder suche passende Kleidung für meine Freundinnen. So verhelfe ich einer der beiden zum perfektesten Blazer überhaupt. Zumindest behauptet sie das.

Natürlich hatte auch ich so meine schwachen Momente. Aber wer würde an einem Tuch mit handgezeichneten Moustaches emotionslos vorbeigehen? Ich muss wohl sehr verzweifelt gewirkt haben, denn meine Freundinnen werden mir das Tuch zum Geburtstag schenken…

Ansonsten hielt ich vorbildlich allem, was Stoff und Farbe hatte, stand. Doch irgendwie habe ich es trotzdem geschafft, meine Karte glühen zu lassen. Was ich mir gekauft habe? Nur wirklich dringend notwendige Dinge: ein Paar Schuhe, mein erstes Marken-MakeUp, eine Kette und einen Malkreisel!

Ich bin stolz auf mich.

 

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