Dredd

Wir sind wieder mal in einem Endzeitszenario: Der Großteil des Landes ist brach liegendes, verstrahltes Ödland. Die Menschen leben in der Metropole „Mega City One“, einer riesigen Stadt, in der Gewalt, Verbrechen und Chaos das Geschehen beherrschen. Als Antwort auf die permanenten Gewalttaten wurde ein neues und radikales Rechtssystem aufgebaut, in dem der Spruch „Ich bin das Gesetz“ Programm ist.

Die sogenannten Judges sind Polizisten, Richter und Henker in einer Person und setzten ihre Urteile entsprechend gnadenlos um. Einer von ihnen ist Judge Dredd (Karl Urban), natürlich ist er der beste seiner Zunft. Ihm wird die noch unerfahrene Cassandra Anderson (Olivia Thirlby) zur Seite gestellt. Gemeinsam verschlägt es sie, während eines Routineeinsatzes, in das Gebiet von Drogenbossin Ma-Ma (Lena Headey). Diese hat die neue Droge SLO-MO auf den Markt gebracht. Wer auf einem SLO-MO-Trip ist, der nimmt seine Umgebung nur noch in Zeitlupe war. Ma-Ma hat sich in einem riesigen Apartmentblock verschanzt, verteidigt von den ihr treu ergebenen Bewohnern. Dredd muss sich nun Stockwerk für Stockwerk hoch kämpfen.

Die Grundzüge der Handlung kennen wir bereits. Es ist noch nicht so lange her, da kam The Raid in die Kinos, in dem es im Prinzip um dasselbe geht. Im Grunde sind beide Filme jedoch nur Langversionen von Bruce Lee’s unvollendetem Game of Death. Da bei Dredd weniger Martial Arts vorkommt, wirkt der Film teilweise wie ein Ego-Shooter, in dem sich die Protagonisten ein Stockwerk nach dem anderen nach oben schießen. Aber ist schon irgendwie cool – Judge Dredd ist der noch wortkargere Dirty Harry der Zukunft.

Über die schauspielerische Leistung von Karl Urban gibt es nicht viel zu sagen, sein Gesichtsausdruck verändert sich stets nur gering. Lena Headey als Gegnerin Ma-Ma wirkt auf mich nicht wirklich wie ein „Endgegner“ – ich seh sie lieber in Game of Thrones.

Die sehenswerten Slo-Mo-Schießereien gehören zu den Highlights des Films – ähnlich wie bei Killing them Softly.

Was eindeutig nervt, ist, dass Dredd und Anderson sich über Munitionsknappheit beschweren, aber knietief in den Leichen gut bewaffneter Feinde stehen. Noch nie was von der „Kunst des Krieges“ gehört?

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Fazit

Ganz ansehnlicher Action-Streifen, auf jeden Fall besser als der Stallone-Dredd, nur wird man sich an Letzteren eher erinnern (gerade weil er so schlecht war).

Unsere Bewertung

6 Gesamt

Nicht so schlecht wie befürchtet

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