Der große Gatsby

Nick Carraway (Tobey Maguire) erzählt seinem Therapeuten von einem Mann, der ihn sehr fasziniert: Gatsby (Leonardo DiCaprio).

In den 20er Jahren zieht Carraway in das Nachbarhaus von Gatsby. Dieser feiert jedes Wochenende unglaubliche Partys, doch kaum jemand kennt den mysteriösen Gastgeber. Eines Tages erhält der schüchterne Carraway eine Einladung zu einer dieser berüchtigten Partys. Sein geheimnisvoller Nachbar fasziniert ihn, so folgt er der Einladung und lernt ihn kennen. Wie Carraway später erfährt, war die Einladung jedoch nicht ganz uneigennützig: Gatsby ist seit Jahren in Nick’s Cousine Daisy (Carey Mulligan) verliebt. Diese ist allerdings mit dem reichen Geschäftsmann Tom (Joel Edgerton) verheiratet.

Ich habe weder den Roman gelesen, noch die älteren Verfilmungen gesehen. Ich ging also völlig unvorbelastet in den Film. Auch anhand der Trailer wusste ich nicht so recht, was mich erwarten würde. Besonders hervorzuheben ist die Art und Weise wie Regisseur Baz Luhrmann den Film inszeniert hat. Es gibt Szenen, die man schon tausendmal gesehen hat – aber nicht auf diese Weise. Sei es die Montage einer Konversation beim Abendessen oder die irren Partys.Diese Szenen lassen allerdings nach der ersten Hälfte etwas nach, aber das soll auch so sein, denn uns soll die eigentliche Leere dieses Lebensstils vermittelt werden.
Der Soundtrack ist großartig. Es wird nicht einfach nur die Musik dieser Ära über den Film gekippt, wie man es auch oft sieht. Man hört einen schönen Mix aus Musik der 20er und neuen Songs. Darunter ist viel Hip-Hop, aber auch Florence + The Machine und Lana Del Rey. Die Musik passt wunderbar zu den Szenen und so muss es auch gemacht werden. Kameraführung, Kostüme und Kulisse sind ebenfalls sehr überzeugend.

Leonardo DiCaprio als Gatsby spielt seine Rolle wieder ausgezeichnet. Ich glaube, er wird ein heißer Anwärter in der kommenden Awardsaison sein. Das gilt übrigens für den gesamten Film, es wird sicher einige Nominierungen geben. Joel Edgerton zeigt, dass er auch den harten Mann spielen kann und passt perfekt in die Rolle. Tobey Maguire gehört zu den Schauspielern, die ich eigentlich eher belächle, aber er macht seine Sache gut und die Figur passt zu ihm, auch wenn er eher eine passive Rolle inne hat. Carrey Mulligan leistet ebenfalls gute Arbeit und wirkt glaubwürdig.

Das einzige Manko: Gegen Ende des Films tauchen ein paar wenige Längen auf.

Fazit

Ein bildgewaltiger, ungewöhnlicher Film mit tollen Darstellern und nur sehr vereinzelt etwas langatmig.

Unsere Bewertung

8 Gesamt

Episch!

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