Rettet das Gsi: Gadaladalälla

Unser heutiger Ausdruck ist wohl eines der bekanntesten Vorarlberger Dialektwörter. Doch wissen wirklich alle, was es tatsächlich bedeutet?

Bei den Wörtern aus dem Heimatland, die man im Ausland einem neu gefundenen Freund  beibringt, ist Gadaladalälla ganz bestimmt unter den Top 5. Es klingt lustig, ist auf der ein oder anderen Party nicht mehr ganz so leicht auszusprechen und beschreibt auch noch ein eher nicht so gängiges Ding.

Das Wort wurde und wird hauptsächlich in Lustenau und dem Bregenzerwald verwendet. Im Bregenzerwald stehen vermutlich auch noch am meisten Häuser, die einen oder mehrere Gadaladalälla besitzen. Obwohl auch heutzutage noch alle Häuser ein Gada haben, haben nur noch wenige einen Ladalälla.

Gada oder im Bregenzerwald auch Gado ist das Elternschlafzimmer. Einen Lada (= Laden) haben die meisten Fenster auch noch, auch wenn der nur noch selten so aussieht wie damals. Und Lälla nennt man das hübsche Ding, in das der Fensterladen einrastet.

Gadaladalälla bedeutet übersetzt also: Elternschlafzimmerfensterladenoffenhalter, auch Studentenkopf genannt und ist eine Vorrichtung, um den Fensterladen zu befestigen.

Gadaladalälla

Foto: Wikipedia

 

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