Superman

Superman wurde vor 75 Jahren geboren, da kann man schon mal von einem rüstigen Rentner sprechen. Deswegen und weil er aktuell im Kino ist, hier einige interessante Infos über den Mann aus Stahl.

Alles begann mit zwei Jugendlichen (Joe Shuster, Jerry Siegel), die in den frühen 1930er Jahren ihr eigenes kleines Magazin herausbrachten. Das Magazin hatte den Namen Science Fiction und in diesem veröffentlichten sie kurze Geschichten zu diesem Thema. In der Kurzgeschichte The Reign of Superman war er noch ein Bösewicht mit Glatze, der mit seinen mentalen Superkräften, wie Telekinese, versuchte, die Weltherrschaft an sich zu reißen.
Erst in den folgenden Jahren wurde Superman zum Helden der Geschichte und auch seine Superkräfte wurden abgeändert, weil man mit diesen viel bildgewaltiger umgehen kann. Der Comiczeichner Tony Strobl wurde hinzugezogen um den Look zu kreieren. Superman gilt als der allererste Superheld der Geschichte. Dass Superman ein Doppelleben führt, wurde von der Figur des Zorro inspiriert, dessen wahre Identität nicht bekannt ist. Superman’s bürgerlicher Name Clark Kent ist eine Zusammensetzung aus den Namen der Schauspieler Clark Gable und Kent Taylor.

Das Team versuchte Superman in verschiedenen Zeitungen unterzubringen, allerdings ohne Erfolg. Erst 1938 wurde die Geschichte vom National Pulications Verlag angenommen. Jahre zuvor hatte der Verlag Superman bereits abgelehnt.
Dem neuen Superhelden wurde allerdings noch kein eigenes Heft zuteil, weil der Verlag einen Action Comic mit verschiedenen Kurzgeschichten füllen musste, von denen zu wenige vorhanden waren. Der Comic war ein Riesenerfolg, was hauptsächlich an der Geschichte von Superman lag. Superman wurde somit zu einem festen Bestandteil der Comicreihe. Shuster und Siegel traten ihre Rechte für 130 $ an DC Comics ab. Nach einem langen Rechtsstreit, der 1978 endete, erhielten die beiden jährlich 24.000 $ für ihre Erfindung.

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Foto: picture alliance

Mythologie

Zu diesem Thema gibt es einen schönen Monolog von Bill (David Carradine) aus Quentin Tarantino’s Kill Bill Vol. 2:

„Nimm meinen Lieblingssuperhelden – Superman. Nicht gerade ein tolles Comicbuch, nicht besonders gut gezeichnet. Aber die Mythologie – was die Mythologie angeht ist es nicht nur toll, es ist einzigartig. Ein Hauptelement der Superheldenmythologie: Es gibt nur einen Superhelden und es gibt das Alter-Ego. Batman ist in Wirklichkeit Bruce Wayne, Spiderman ist in Wirklichkeit Peter Parker. Wenn diese Figur morgensfrüh aufwacht, dann ist es Peter Parker. Er braucht erst sein Kostüm, um Spiderman zu werden. Und was diese Charakteristik angeht, ist eine Ausnahme. Superman wurde nicht erst zu Superman. Superman kam als Superman auf die Welt. Wenn Superman morgens aufwacht, ist er Superman. Sein Alter-Ego ist Clark Kent. Sein Umhang, mit dem großen roten „S“. Das ist die Decke, in die er als Baby eingewickelt war als die Kents ihn gefunden haben, das ist seine Kleidung. Was Kent anhat, die Brille, der Büroanzug, das ist das Kostüm. Das ist das Kostüm, das Superman trägt, um sich uns anzupassen. Clark Kent ist so wie Superman uns sieht – und was sind die Charakteristika von Clark Kent? Er ist schwach, er hat wenig Selbstbewusstsein, er ist ein Feigling. Clark Kent ist Supermans Kritik an der menschlichen Spezies.“

Verfilmungen/Serien

Superman fand seinen Weg in Film und Fernsehen. Vom Realfilm bis zur Comic-Serie ist alles dabei. Als „der“ Superman-Darsteller gilt gemeinhin immer noch Christopher Reeve, der den Mann aus Stahl in vier Verfilmungen verkörperte. Außerdem ist vielen noch Desperate Housewife Teri Hatcher in ihrer Rolle als Lois Lane in der Superman-Serie bekannt sein.

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Kirk Alyn, der erste Superman-Darsteller – Foto: picture-alliance / Mary Evans Pi

Interessant ist auch die Geschichte von George Reeves, der Superman in den 50ern verkörperte. Um dessen Suizid ranken sich verschiedene Gerüchte. Dieses Thema wurde in Die Hollywood Verschwörung mit Ben Affleck behandelt.

An Brandon Routh in Superman Returns und die schräge Teenie-Serie Smallville mit Kristin Kreuk erinnern wir uns lieber nicht.

Aktuell sehen wir in Man Of Steel einen zuerst noch bärtigen Clark Kent, der später wieder glatt rasiert ist. Das wirft die Frage auf, wie sich ein Superman rasiert, da seine Haare auch unzerstörbar sein müssten. Gillette nutzte dies für eine Werbekampagne, in der mehrere Theorien von Prominenten aufgestellt werden. In der früheren Comic- und auch Realserie rasierte er sich übrigens mit seinem Laserblick, den er von einem Spiegel ableitete.

Die Kritik zum Film Man of Steel findest du in Kürze hier.

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