Having a Party with Kate Nash

poolbar 2013: Kate Nash

Kate Nash in der poolbar – 14. Juli 2013

Der Raum wird dunkel und auf der Leinwand erscheint ein Video von Kate. Es sieht aus wie ein privates Homevideo. Musikalisch untermalt wird es von Lesley Gore’s „You Don’t Own Me“. Zum Schluss wird noch ein Ausschnitt aus dem Film „Faster, Pussycat! Kill! Kill!“ (Dt. „Die Satansweiber von Tittfield“ – ein US-amerikanischer Spielfilm von Russ Meyer aus dem Jahr 1966, der hauptsächlich von Sex und Gewalt handelt) gezeigt. Währenddessen betritt Kate’s Girlband die Bühne.

Kate und ihre 3 Mädels beginnen gleich mit einem Song aus ihrem neuen Album „Girl Talk“. Der Sound hat sich verändert, er ist rockiger geworden. Aber auch Kate ist nicht mehr das süße Mädchen von nebenan, sondern eine erwachsene Frau, die offenbar ihre Rolle gefunden hat. Sie erklärt oft, wovon ihre Songs handeln und fordert alle auf, mit ihr anzustoßen: „Cheers to not hanging out with dickheads anymore!“

poolbar 2013: Kate Nash

„I’ve been wearing that dress for quite a few concerts now.“

Während des ganzen Konzerts wirkt die kürzlich 26 Jahre alt gewordene Britin locker und gut gelaunt. Sie erzählt Geschichten aus ihrem Leben und scherzt herum. Ebenfalls lässt sie das Publikum wissen, dass ihr Kleid schon länger nicht mehr gewaschen wurde, weil sie es auf dieser Tour bereits jeden Abend getragen hat. Sie meint, sie würde deshalb etwas Abstand zur ersten Reihe lassen.

Nach einigen neuen Liedern folgt ein Song von ihrem ersten Album „Made of Bricks“: „Mariella“. Die Neuinterpretation dieses bekannten Liedes gefällt. Die ursprüngliche Version wurde durch einige rockigere Elemente aufgepeppt und wurde zu einem Cover ihres eigenen Songs.

„Come on, you have to clap your hands!“

Bei dem Song „O my God“ aus ihrem neuen Album wird das Publikum aufgefordert, mit zu klatschen. Als Kate sieht, dass nicht alle Hände in Bewegung sind, versichert sie sich höchstpersönlich, ob denn wirklich alle mit machten. Sie dreht eine Runde durch das gesamte Publikum und fordert alle auf zu klatschen. Zurück auf die Bühne kommt sie mit einem Bier, das sie bei ihrem kleinen Ausflug ergatterte.

„I want to see more female composers! Start writing fucking songs!“

Sie hält eine kleine Rede darüber, dass viel zu wenig Frauen im Musikbusiness vertreten waren und fordert alle weiblichen Zuschauer auf, sich zu trauen ihre Musik zu präsentieren. Es wurde bereits öfters geschrieben, dass das Album „Girl Talk“ einen feministischen Touch hatte, was sie durch ihre Ansprache und ihre von ihr hoch gelobte Girl Band bestätigte.

Zwischendurch erzählt sie immer wieder lustige Geschichten aus ihrem Leben. Vom Interview, in dem man sie  als „Bubblegum-Kim-Deal“ bezeichnete (Anm. Kim Deal ist eine US-amerikanische Musikerin. Sie ist Bassistin der Indie-Rockband Pixies und Sängerin der Breeders. Als Bubblegum wird ein Musikstil bezeichnet, der sich durch eingängige Melodien, einfache Texte, lebhafte Rhythmen, eine fröhliche Stimmung und eine besonders häufige Wiederholung des Refrains auszeichnet.), von der Band „Fidlar“, von der sie ein Lied covert, allerdings den Text abänderte, weil sie beim ersten Mal statt „Cocaine“ „Girl Gang“ verstand und von einer Taube, die sie direkt aus dem Himmel attackierte. Diese Geschichte lässt sie bei der Zugabe und dem Lied „Birds“ auch gleich in den Text einfließen: „Birds can fly so high and they can fall directly from the sky into your face.“

Vor der ersten Zugabe beginnt Kate einige Zuschauer auf die Bühne zu holen. Die ca. 15 Auserwählten dürfen ein paar Songs auf der Bühne verbringen, tanzen und amüsieren sich mit der Band. Am Schluss gibt es eine Umarmung für jeden und alle verlassen gemeinsam die Bühne.

Sympathisch, witzig, publikumsnah

Kate Nash hatte sichtlich Spaß auf der Bühne und lebte ihren neuen Sound. Sie ist erwachsener geworden. Auch die altbekannten Songs wie „Foundations“ und „Mariella“ werden in ein neues Gewand gepackt. Dem Publikum hat der energiegeladene und sympathische Auftritt offensichtlich gefallen. Kate und ihre Mädels wurden auf jeden Fall gefeiert.

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