Taffe Mädel

Die bei ihren Kollegen unbeliebte FBI-Agentin Sarah Ashburn (Sandra Bullock) und die explosive Streifenbeamtin Shannon Mullins (Melissa McCarthy) versuchen mehr oder weniger gemeinsam den mächtigsten Drogendealer der Stadt dingfest zu machen. Die beiden Einzelgänger sind sich anfangs nicht sehr sympatisch, doch der gemeinsame Fall schweißt sie immer enger zusammen.

Sandra Bullock spielt die spießige und karrieregeile FBI-Agentin, die keiner mag, sehr souverän. Erinnert etwas an Miss Undercover, aber das passt schon. Auch das ehemalige Gilmore Girl Melissa McCarthy avanciert zum neuen Star am Komödien-Himmel. War sie in Brautalarm noch als Sidekick zu sehen, ist sie nun zurecht die Hauptattraktion.
Natürlich passiert genau dasselbe, wie in allen anderen Buddy-Movies. Sobald sich die beiden verstehen, ist irgendwie die Luft raus. Anfangs bietet der Film viele Lacher, kann dies aber nicht bis zum Schluss durchhalten. Das liegt aber nicht an den Schauspielerinnen, die tun ihr Bestes, sondern am schwachen Drehbuch. Dieses hat ungefähr das Niveau der Serie Castle. Das ist auch der Grund, warum die Auflösung des Falls ziemlich willkürlich wirkt. Der enttarnte Bösewicht kommt nicht wirklich zur Geltung, er ist mehr ein Fremdkörper als ein Teil der Handlung.
Ist Taffe Mädels nur ein weiterer Buddie-Movie? Diesmal zwar mit weiblichen Buddies, aber dennoch lautet die Antwort: Ja. Dass Hollywood immer wieder auf dieses Genre setzt ist nichts schlechtes, es wird dadurch aber nicht leichter, das Publikum zu überraschen. Dies ist mit der kruden Polizistin Mullins (McCarthy) ansatzweise gut gelungen.
Der Trailer tut genau das, was er soll: Er macht Lust auf mehr – schraubt die Erwartungen allerdings derart hoch, dass der Film diese leider nicht erfüllen kann.
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Fazit

Idealer Film für die Katerpflege nach einer durchzechten Nacht. Mit einem besseren Drehbuch hätte Taffe Mädel auch für den nüchternen Magen getaugt.
Fotos: © 2013 Twentieth Century Fox

Unsere Bewertung

5 Gesamt

Ganz nett.

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