Austra zu Gast im Pool

poolbar: Austra
poolbar: Austra

Die Band Austra um die lettisch-kanadische Sängerin Katie Stelmanis weiß, warum sie hier ist – der Musik wegen. Dies tragen die vier Musiker auch deutlich zur Schau und Worte sind somit überflüssig. Bei den eingängigen Beats und der gänsehauterregenden Stimme der 27-jährigen kann in dem alten Hallenbad keiner ganz still halten.

Klassik trifft Elektronik

Singen kann sie, die Katie. Das beweist die Frontfrau auf jeden Fall. Seit sie denken kann liebt sie klassische Musik. Mit 10 Jahren tritt sie bereits mit dem Canadian Children’s Opera Chorus auf. Ein Rock-Konzert besucht sie das erste Mal mit 19 Jahren. Als sie mehr Zeit mit Band-Kollegin Maya Postepski (Drums) verbringt, lernt sie elektronische Sounds kennen und lieben. Klassik und Elektronik sind auch die Hauptkomponenten des heute unverkennbaren Austra-Sounds.

Aktuelles Album: Olympia

Ursprünglich gründete Katie Austra als Solo-Artist, doch die Band wurde laut Katie zu einem nie endenden Projekt. Auf dem aktuellen Album „Olympia“ sind mehr Einflüsse von Maya und Dorian (Bass) mit dabei denn je. Textlich gesehen sei dies ihre stärkste Leistung bisher. Die neuen Songs sind sehr persönlich und gefühlvoll.

Katie und die ganze Band sind während des gesamten Konzerts sichtbar in ihrem Element. Sie unterhalten sich weder untereinander, noch sprechen sie mit dem Publikum. Mehr als ein „How are you?“ und „Vielen Dank!“ gibt es nicht.

Neben aktuellen Songs aus dem neuen Album dürfen altbekannte Hits wie „Lose It“ und „Beat And The Pulse“ natürlich nicht fehlen, über welche sich das Publikum sichtlich freut.

Romantisch und gefühlvoll

Austra, deren Name sich auf die Göttin des Lichts in der lettischen Mythologie bezieht und Katies zweiter Name ist, sind völlig überzeugt von dem, was sie machen. Sie leben ihre Musik, beziehen das Publikum allerdings nicht mit ein. Der etwa einstündige Auftritt ist vollgepackt mit Romantik, Gefühl, tollen Melodien und einer genialen Stimme. Die Traurigkeit über das Ende des Konzerts hält sich allerdings in Grenzen. 

 

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