Feuchtgebiete der Film

Die junge Helen nimmt es mit der Hygiene nicht so genau und ist auch von One-Night-Stands nicht abgeneigt. Als sie sich bei einer Rasur in den Popo schneidet, kommt sie ins Krankenhaus. Eine ideale Situation um ihre geschiedenen Eltern wieder zusammenzuführen. Dann gibt es noch den Pfleger Robin, der mit der neuen Patientin zurecht kommen muss.

Als Filmkritiker kommt man natürlich an so einem „Skandalfilm“ nicht vorbei. Ich habe das Buch nicht gelesen, kann also keine Beurteilung abgeben, ob das Buch oder der Film besser ist bzw. ob wichtige Inhalte weggelassen wurden oder nicht. Von einem „Skandalfilm“ kann hier meiner Meinung nach gar nicht die Rede sein. Es sind zwar ein paar Schwänze und ein einige eklige Szenen (z.B. Tampontausch) zu sehen, aber das gab es – bis auf die folgende Szene – schon öfters.

Der Film ist eine Komödie in der Sperma zu klassischer Musik auf eine Pizza gespritzt wird. Aber Feuchtgebiete ist nicht nur lustig, sondern durch seine dramatischen Szenen auch schwere Kost. Über den Inhalt des Films und ob es so einen Film wirklich braucht, kann man diskutieren wie man will. Eines muss man allerdings sagen – er hätte nicht besser umgesetzt werden können!

Die Regie von David Wnendt (der auch das Drehbuch mitverfasst hat) ist top. Die Kamerafahrten sind gelungen und Szenen, wie die zerplatzte Seifenblase, sind erfrischend anders. Die Hauptdarstellerin Carla Juri ist eine Idealbesetzung. Sie spielt diese angeknackste Person außergewöhnlich überzeugend. Auch der Krankenpfleger Robin ist mit Christoph Letkowski ebenfalls gut besetzt. Bei dem Film darf er auch noch etwas Eigenwerbung für seine Band Von Eden machen, denn ihr Song Land in Sicht kommt in Film vor. Jedoch ist das nicht weiter störend, da der Song gut in den Film passt.

Fazit

Ein perfekt umgesetzter Film, mit nackter Haut und Ekelfaktor, der nur aufgrund seiner Handlung hinter einer besseren Bewertung bleibt.

Fotos: © Majestic-Filmverleih

Unsere Bewertung

6 Gesamt

Die Buchvorlage gibt nicht mehr her.

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