Die Akte Aluminium

Wir befinden uns derzeit im Aluminium-Zeitalter. In allen Lebenslagen kommt man unweigerlich mit dem vielseitigen Metall in Berührung. Sei es bei herkömmlichen Lebensmittelverpackungen oder auch als Inhaltsstoff von Kosmetikprodukten oder Medikamenten. Aluminium ist allgegenwärtig.

Doch kann uns das glitzernde Material auch schaden? Diese Frage stellt sich die Dokumentation Die Akte Aluminium. Bert Ehgartner lässt in seinem Film einige Patienten und Wissenschaftler zu Wort kommen, die genau das behaupten. Konkret soll Aluminium bzw. Aluminiumchlorid für Alzheimer oder Brustkrebs verantwortlich sein. Neben den gesundheitlichen Risiken wird die problematische Gewinnung von Bauxit, das Aluminiumerz, veranschaulicht.

Der Film fängt bereits beklemmend an – einer jungen Frau wurde aufgrund der Diagnose „Brustkrebs“ eine Brust amputiert. Die Ärztin dieser Patientin führt dies auf Aluminiumchlorid, welches in vielen Deodorants enthalten ist, zurück. Ein weiterer Patient leidet, anscheinend aufgrund seines jahrelangen Medikamentenkonsums gegen Sodbrennen, an Alzheimer. Auch zwischen Aluminium und vielen Allergien lässt sich eine Verbindung herstellen. Der Wissenschaftler Christopher Exley erklärt, dass es kein Lebewesen auf unserer Erde gibt, das dieses Material auf irgendeine Weise zum Leben benötigt. Der Film zeigt anhand einiger Beispiele die Gefahr und die Bedenken gegenüber Aluminium auf. Immer wieder lässt Regisseur Ehgartner Spezialisten zu Wort kommen, die in ihren Studien und Versuchen die schädliche Wirkung von Aluminium auf den menschlichen Körper erforschen. Dies wirkt glaubhaft und gut recherchiert.

Leider kommt die Gegenseite etwas zu kurz. Zwar wird ein Aluminium-Lobbyist interviewt, der macht aber eigentlich genau das, was man von ihm erwartet. Er bestreitet alle Vorwürfe und leugnet eine ev. Gefahr für die Gesundheit. Interessant wären wissenschaftliche Studien gewesen, die diesen Standpunkt untermauern.

In kurzen Werbespots wird aufgezeigt, in welchen Produkten wir überall Aluminium finden. Diese Clips hätten etwas mehr Zuwendung verdient, denn die Idee ist gut, nur die Umsetzung mangelhaft.

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Fazit

Die Akte Aluminium zeigt auf erschreckende Art und Weise, wie schädlich das Metall für Mensch und Natur sein kann. Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann dies am 11. Oktober im Spielboden Dornbirn tun.

Unsere Bewertung

7 Gesamt

Interessante Aspekte.

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