Zwei erstklassige Bands aus Österreich vor einem zu kleinen Publikum

Francis International Airport im Spielboden Dornbirn
Francis International Airport im Spielboden Dornbirn

Der Abend versprach, ein gelungener zu werden. Zwei großartige Bands aus Österreich traten am Donnerstag, den 17. Oktober im Spielboden Dornbirn auf – FM4-Hörer kennen beide Bands mit Sicherheit! Meine Begleitung und ich trafen uns schon etwas vor Konzertbeginn in der Kantine. Wir waren etwas irritiert von der geringen Gästezahl, aber es war ja noch früh …

Als wir um neun Uhr den großen Saal betraten schwand unsere Hoffnung auf Besserung schnell. Ja, es war mir fast ein wenig peinlich, dass Francis International Airport und deren Vorband Farewell Dear Ghost vor einem so kleinen Publikum auftreten mussten.

Farewell Dear Ghost

Die Jungs aus Graz rund um Mastermind Philipp Szalay bewiesen, dass sich gute Bands von einer geringen Besucherzahl nicht so irritieren lassen wie ich! Vom ersten Stück an merkte man, wie viel Spaß sie an ihrer Arbeit hatten. Der steirische Sänger entpuppte sich als sehr redselig!  Er erzählte, dass er sich, immer wenn so viel Nebel auf der Bühne sei, wie gerade eben, vorstelle, er spiele in einer 70er-Rockband, auf dem Boden liege Trockeneis und er würde von oben herab auf Seilen hängend auf die Bühne schweben. Zwischen den Songs machte der äußerst sympathische Bandleader ab und an darauf aufmerksam, dass demnächst das Debütalbum von Farewell Dear Ghost erscheinen werde. Und ich bin mir ganz sicher, dass einige der Konzertbesucher sich schon sehr darauf freuen.

Francis International Airport

Wir verpassten im Sommer die Möglichkeit,  die fünf Jungs von Francis International Airport beim poolbar-Festival zu sehen. Deshalb freuten wir uns besonders, sie endlich live zu erleben! Auch das Interview mit ihnen ließ unsere Vorfreude steigen. Nach der ausgezeichneten Aufheizarbeit von Farewell Dear Ghost ging es offensichtlich allen Konzertbesuchern so. Und der halbvolle Raum machte plötzlich Sinn: Die beim ersten Konzert noch einzige Tänzerin wurde ab sofort durch weitere Bewegungswütige unterstützt. Francis International Airport waren zwar nicht so gesprächig wie ihre Vorband, das tat der Stimmung allerdings keinen Abbruch. Da die Band nach dem Credo lebt, nicht zweimal das Selbe zu machen, änderte sich ihr Sound im Vergleich zu ihrem letzten Album In the Woods stark. Die Symbiose aus Indierock und 80er-Synthie-Pop überzeugte mich live noch ein wenig mehr als auf dem Album Cache. Hätte ich es nicht bereits zuhause, hätte ich es gekauft.

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