Das einkaufsfreie Jahr einer Shopaholic: Oktober

Aus dem Leben einer Shopaholic

Die Kombination aus meiner Kleidergrößenreduzierung und dem Tragen der immer selben Klamotten lässt meinen aktuellen Stil am Besten als „Kartoffelsack“ bezeichnen. Langsam aber sicher sehne ich mir also das neue Jahr herbei, damit ich mich neu einkleiden kann. Der Termin dafür steht zwar noch nicht fest, die Stadt allerdings schon: Fräulein K. begleitet mich in die aufregende Metropole London und ich kann es kaum erwarten, mich mit 326 anderen shoppinggeilen Touristen im Primark um den letzten anthrazitfarbenen Pullover mit Stickapplikation zu streiten … Oder?

Ehrlich gesagt, diese Vorstellung ist irgendwie doch nicht so toll. Ich mag weder die Atmosphäre noch die sonderbar niedrigen Preise von Primark. Ich sollte mich mal an die Recherche toller Bio-, Handmade- und Fairtraide-Läden in London machen … Und versuchen herauszufinden, welche herkömmlichen Shops man ruhigen Gewissens aufsuchen darf. Es waren schließlich nicht bloß meine Shoppingexzesse, sondern auch die unmenschlichen Arbeitsbedingungen von H&M, Zalando & Co, die mich dazu gebracht haben, ein Jahr lang die Kleiderindustrie zu meiden.

Früher gab es für mich nichts Aufregenderes, als an einem Samstag Nachmittag mit tausenden Gleichgesinnten in den Messepark zu stürmen, mit Bergen an Kleidern an den Umkleiden anzustehen und mit schmerzenden Schultern die Einkaufstaschen ins nächste Geschäft zu schleppen. Aber wenn ich jetzt an das Gewusel in Einkaufszentren denke, steigt ein leichtes Gefühl von Panik in mir auf.

Was soll’s … bis Neujahr ist es noch lang – vielleicht ändert sich mein Gemütszustand ja noch!

 

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