Sugar Stories: »Mein Blog entstand aus meiner Leidenschaft zum Design.«

SugarStories
Sugar Stories

Bloggerin, Grafikerin und Fotografin Michelle Thaler
www.sugar-stories.com

Die 22jährige Grafikerin Michelle Thaler aus Dornbirn hat eher zufällig einen der erfolgreichsten Blogs aus Vorarlberg gegründet.

Auf Sugar Stories veröffentlicht sie regelmäßig ihre kreativen Rezeptideen. Die wunderschönen Fotos sind mit Sicherheit mit der Grund für die Beliebtheit ihres Blogs.

Hallo Michelle! Hast du heute schon was gebacken?
Noch nicht, aber der Ofen wartet schon auf die 50 Cupcakes, die ich heute zum Inline-Hockey-Finale meines Freundes mitbringen werde. Durchschnittlich backe ich jeden zweiten Tag Cupcakes, Torten oder Cake Pops – entweder für Freunde, Familie oder einfach nur aus Spaß – natürlich immer in Verbindung mit Fotografie für meinen Blog oder meine Facebook-Page.

Das klingt nach viel Arbeit! Apropos: Herzliche Gratulation zum Buch! Es scheint ja nicht mehr lange zu dauern, dann bist du stolze Besitzerin des ersten Exemplars. Bist du schon aufgeregt?
Ich kann es noch gar nicht richtig realisieren! Vorgestern hielt ich den ersten Probedruck in meinen Händen und konnte die Freudentränen kaum zurückhalten. Ich bin zwar generell ein Sensibelchen, aber sein zu 100% selbst kreiertes Werk das erste Mal ausgedruckt in den Händen zu halten ist natürlich ein überwältigendes Gefühl! Es dauert jetzt noch etwa 2–3 Wochen, bis die erste Auflage gedruckt ist.

Wie ist es eigentlich dazu gekommen? Hat man dich aus heiterem Himmel angerufen oder warst du aktiv auf der Suche nach einem Verlag?
Erst erhielt ich ein Angebot von einem Verlag, doch inzwischen habe ich mich für den “Selbstverlag” entschieden, d.h. ich vertreibe die Bücher selbst. Das ist zwar ein klarer Mehraufwand – doch so kann ich alles frei entscheiden. Layout, Fotografie & Marketing kommt eh aus meiner Hand und ich verfüge als Grafikerin auch über das nötige Know-How für die Druckdatenerstellung.

Wann hast du deine Leidenschaft zum Backen entdeckt? Wusstest du schon als Kind, dass dir das so großen Spaß macht?
Ich sehe es nicht als Leidenschaft zum “Backen”, eher als Leidenschaft zum “Design” – das Design von Rezepten und Desserts.  Die meisten sehen leider nicht, dass hinter den Sugar Stories mehr steckt als nur das Backen. Für das Kreieren der Rezepte, die fotografische Komposition, das Webdesign und die Betreibung der Facebook-Page geht viel mehr Zeit drauf.

Blog, Facebook, Buch, … Machst du das alles ganz alleine?
Ja, ich bewältige das alles selbst. Anfangs hätte ich nie gedacht, dass das Interesse an meinem Blog über meinen Bekanntenkreis hinausgehen würde. Geplant war, meinen Freunden die Rezepte zur Verfügung zu stellen. Dass es solche Ausmaße annehmen würde, hätte ich nie erwartet – inzwischen sind ca. 90% meiner Facebook-Fans fremde Leute von überall auf der Welt!

Bist du eigentlich hauptberuflich Bloggerin?
Eigentlich bin ich im 4. Lehrjahr zum Beruf Mediendesignerin in einer Agentur für digitale Medien und Kommunikation. Diese Arbeit dort unterscheidet sich – vom Backen abgesehen – jedoch kaum von der Arbeit für die Sugar Stories. Viele fragen mich, ob ich denn kein Cupcake-Café eröffnen oder Backkurse geben möchte, doch da verneine ich stets ganz klar. Die Grafik ist mein Traumjob!

Du setzt deine Kreationen immer wunderschön in Szene. Wann weißt du, wie das Foto vom fertigen Dessert aussehen wird? Planst du das voraus oder passiert das eher spontan?
Das entscheide ich meist beim Einkaufen der Dekoartikel, die auf das Bild kommen sollen. Ich habe schon Unmengen an verschiedenfarbigen Muffin-Förmchen, Servietten, Tellern und Paper Straws bei mir Zuhause – neulich musste ich mir dafür sogar einen extra Küchenschrank kaufen! Es kann sogar vorkommen, dass mich bestimmte Artikel zu einem neuen Rezept inspirieren.

Du hast exklusiv für uns einen Halloween-Cupcake entworfen, bist du mit dem Ergebnis zufrieden?
Wenn nichts im Ofen überläuft oder verbrennt und es meinen Versuchskaninchen gut schmeckt, bin ich immer zufrieden mit meinen Kreationen. Für Dekoration bleibt glücklicherweise immer so viel kreativer Spielraum, dass man wirklich nicht sonderlich viel falsch machen kann. (Anm. d. Red.: Rezept folgt demnächst)

Wie entsteht so ein Rezept eigentlich? Kannst du uns einen typischen Vorgang erklären?
Das passiert immer direkt beim Einkaufen in meinem Kopf. Ich schreibe nie Einkaufszettel – wenn mich ein Produkt gerade besonders lieb anlächelt, wird es in den Wagen gelegt und dann schlendere ich – ein eben mit diesem Produkt harmonierendes Pendant suchend – weiter. Die Grundrezepte für die Cupcakes, Torten & Co. bleiben stets die selben – auf die Kombination der Zusätze kommt es an!

Schwingst du sonst auch gerne den Kochlöffel?
Ich habe immer schon gerne gekocht. Jedoch findet man auf meinem Tisch selten gewöhnliche Gerichte wie ein Wiener Schnitzel. Ich bin ein Fan von Neuem und experimentiere gerne. Da kann es schon mal vorkommen, dass ich Vanille zum Kartoffelpüree hinzufüge. Ich veranstalte oft Fingerfood-Parties für meine Freunde, da kann ich mich immer so richtig in der Küche austoben!

Liebe Michelle, vielen Dank für das Interview! Wir sind schon sehr gespannt auf unseren Halloween-Cupcake!
Ich sage danke! Es hat mir großen Spaß gemacht!

Einige Highlights von Sugar Stories

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Fotos: Michelle Thaler

Kommentar verfassen