Kritik: White House Down

John Cale (Channing Tatum) bewirbt sich beim Secret Service um einen Job als Personenschützer des US-Präsidenten James Sawyer (Jamie Foxx).

Das Vorstellungsgespräch verläuft nicht wirklich gut. Da er schon mal hier ist und auch noch seine Tochter im Schlepptau hat, wird das Weiße Haus besichtigt. Plötzlich stürmen militärische Einheiten das Gebäude und versuchen den Präsidenten gefangen zu nehmen. Nun hat Cale doch noch die Chance sich für den Secret Service zu empfehlen.

Für White House Down zeichnet sich Roland Emmerich verantwortlich. Dessen Leidenschaft scheint es zu sein, in seinen Filmen entweder berühmte Gebäude oder gleich die ganze Welt zu zerstören. Den unfassbar schlechten Film 2012 haben wir ebenfalls Roland Emmerich zu verdanken. Kein gutes Vorzeichen also.

Und so kommt es dann auch. Im Großen und Ganzen bekommen wir einen Film nach „Schema F“. Das anscheinend unumgängliche Vater-Teenager-Drama darf natürlich nicht fehlen. In diesem Fall ist es die Tochter, die für ihren Vater zu Beginn nichts übrig hat, dann aber ihr Held wird. So kitschig, wie überflüssig. Apropos „kitschig“, natürlich lässt es sich der Deutsche Emmerich wieder mal nicht nehmen, uns eine übertriebene Portion US-Patriotismus zu servieren. Das wäre sogar Donald Trump peinlich.

Channing Tatum macht sich als Held ganz gut, spätestens seit 21 Jump Street glauben wir ihm, dass er schauspielern kann. Der eigentliche Bösewicht gibt sich bereits nach Kurzem zu erkennen, kann damit aber nicht überraschen. Nur gegen Ende gibt eine kleine unerwartete Wendung.

Einen ähnlichen Film haben wir bereits vor kurzem bewertet. In Olympus has Fallen ist Gerard Butler in fast der gleichen Situation wie Channing Tatum in White House Down. Wenn ich mich zwischen White House Down und Olympus has Fallen entscheiden müsste, würde meine Wahl ganz klar auf Letzteren fallen.

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Fazit

Netter Action-Film, der leider sehr vorhersehbar ist und deshalb nichts Neues bietet. Trotzdem ist White House Down auf jeden Fall einem Abend mit „Die große Chance“ vorzuziehen.

Bilder: © Sony Pictures

Unsere Bewertung

4 Gesamt

Seht euch lieber "Olympus Has Fallen" an

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