Albumkritik: Farewell Dear Ghost – We Colour The Night

Farewell Dear Ghost – We Colour the Night

Viele warten schon sehnsüchtig auf das Erscheinen des Debütalbums We Colour The Night von Farewell Dear Ghostwelches am 15.11. beim Label schoenwetter schallplatten erscheint. Das österreichische Independent-Label veröffentlicht nationale und internationale Künstler wie Garish (ehemalige Gründungsmitglieder), Ja, Panik und Trouble Over Tokyo.

Farewell Dear Ghost

We Colour The Night

Wie neu und unverbraucht Farewell Dear Ghost ist, merkt man am fehlenden Wikipedia-Eintrag. Doch langsam aber sicher macht sich der Erfolg bemerkbar: Aktuell ist der Grazer Philipp Szalay mit Fire auf Platz 3 der FM4-Charts – Tendenz steigend. Schon die erste Singleauskoppelung Cool Blood hat den aufmerksamen Radiohörer begeistert und den Wunsch nach mehr aufkommen lassen. Dem wird mit dem Album We Colour The Night endlich Folge geleistet.

Der erste Track Daemons I baut sich mit dem Satz »You told me they’d go away« langsam auf, zieht den Zuhörer in seinen Bann und ist somit der perfekte Einstieg in ein abwechslungsreiches Album. Der Refrain des fünften Tracks Fire gibt dem Album seinen Namen und ist einer der kraftvollsten Songs auf der Platte.

Der 24-jährige Singer/Songwriter erschuf auf seinem Erstlingswerk einen unvergleichbaren Sound, der meiner Meinung nach (und ich meine das durchaus positiv) den Hipstertrend widerspiegelt: Jutebeutel, selbst gemachte Strickmützen und Schwarzweißfotografie – multipliziert mit bunten Farbverläufen. So tanzt und singt man sich – zumindest kurzfristig – den grauen Alltag voller Leid und Krisen weg. Farewell Dear Ghost hat also nicht nur die Nacht eingefärbt sondern gleich die ganze Welt. Das Erstlingswerk lädt zum Träumen ein, am besten genießt man es mit Kopfhörern oder ganz laut.

Mein Lieblingssong ist die Nummer 6: Wake Up, hier in einer schönen Akustik-Version:

Am Ende des Albums angekommen (Demons II, erinnert mich stellenweise an The Who) ist man ein bisschen traurig, dass es schon vorbei ist – und drückt auf Repeat. Nach dem ersten Durchgang bleibt ein Gesamteindruck, je öfter sich die Songs allerdings durch die Gehörgänge schleichen, desto prägender ist der Eindruck jedes einzelnen.

Einziger Wermutstropfen des Albums: Wer schon einmal in den Genuss gekommen ist, Farewell Dear Ghost live zu sehen, vermisst auf dem Album vermutlich den außergewöhnlichen Klang der Stimme des Bandleaders.

2 x 1 Album zu gewinnen

Du hast die Chance, das Debütalbum von Farewell Dear Ghost zu gewinnen. Mitmachen ist ganz einfach: Hinterlasse unter dem Artikel einen Kommentar und drück dir selbst die Daumen. Das Los entscheidet, Teilnahmeschluss ist der Erscheinungstermin!
Update: Das Gewinnspiel ist bereits beendet. Vielen Dank an alle die mitgemacht haben!

Fotos: Lena Prehal

Unsere Bewertung

7 Gesamt

Live noch besser!

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