Nichts ist für die Ewigkeit

Gibt es ein „Böhse Onkelz“-Comeback?

Grund für die Spekulationen ist ein Countdown auf der offiziellen Onkelz-Website. Was jedoch dahinter steckt ist noch unklar. Der Countdown endet am Donnerstag den 30. Jänner, um 24 Uhr.

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Wir sehen uns im nächsten Leben

Am 17. und 18. Juni 2005 fand ein Abschieds-Open-Air-Festival auf dem Euro-Speedway Lausitz statt. 120.000 Tickets wurden offiziell verkauft. Es sollen laut Veranstalter und Polizei aber 180.000 Fans bei dem Auftritt gewesen sein. Grund für die Auflösung waren u.a. die Drogenprobleme von Sänger Kevin Russell, auch wolle man nicht als Rock-Opas enden. Frontman Stephan Weidner verabschiedete die Fans damals mit den Worten „Wir sehen uns im nächsten Leben“.

So lange müssen diese wohl doch nicht warten. Laut DasRockt! soll es bereits am 20. Juni am Hockenheimring das Comeback-Konzert geben. Offiziell bestätigt ist aber noch nichts.

Schlechtes Image

Anfang der 90er Jahre begann die Band sich von ihrem Rechtsrock-Image zu distanzieren und musste dies auch bis zur Auflösung immer wieder tun. Der kommerzielle Erfolg war da – die letzten vier Studio-Alben der Onkelz („Viva los Tioz“, „Ein böses Märchen… aus tausend finsteren Nächten“, „Dopamin“ und „Adios“) landeten alle auf Platz eins der deutschen Charts.
Das öffentliche Image der Band hat allerdings mit dem Verkehrsunfall mit zwei Schwerverletzten sowie der darauffolgenden Verurteilung von Sänger Kevin Russell erneut gelitten. Auch dass Stephan Weidner als Protagonist bei der heftig kritisierten Asyl-Doku-Soap „Auf der Flucht“ (ZDFNeo) zu sehen war, hat dem Image der Unbestechlichkeit, das die Onkelz bei ihren Fans genießen, geschadet.
Dass die vier Frankfurter trotz alledem an die vergangenen Erfolge anknüpfen können, scheint so gut wie sicher zu sein. Um einem evtl. Fanansturm Herr zu werden, wurde der Merchandise-Shop auf ihrer Website vorsichtshalber erneuert.

Man darf gespannt sein, was am 30. Jänner verkündet wird. Sollte dann nur eine neue Best-of-CD präsentiert werden, gibt’s sicher einige lange Gesichter.

Fotos: onkelz.de

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