Kung Fury – Wikinger, Nazis & ein T-Rex

Trash begeistert im Moment die Massen und davon profitiert der schwedische Filmemacher David Sandberg. Der Produzent von Musik- und Werbevideos ruft über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter zur Finanzierung seines 80er-Trash-Movies auf.

Kickstarter wird hauptsächlich dann genutzt, wenn andere Geldgeber keine großen Erfolgschancen im Projekt sehen. Dank eines witzig und gut gemachten Trailers konnte Kung Fury, dessen Ziel es war 200.000 Dollar einzunehmen, nach Ablauf der Finanzierungsdauer über 630.000 Dollar lukrieren.

Sandberg hatte angekündigt, dass falls die 1.000.000 Dollar-Marke überschreitet wird, er sein Drehbuch auf Spielfilmlänge ausweiten will. Bisher war lediglich eine halbe Stunde Laufzeit geplant. Leider könnten für dieses ehrgeizige Ziel nicht genügend Fans motiviert werden, ob es trotzdem die abendfüllende Variante geben wird ist noch unklar.

Irrwitzige Handlung

Ein Cop aus Miami begibt sich auf eine Zeitreise, um den größten Verbrecher aller Zeiten zur Strecke zu bringen: Adolf Hitler oder besser bekannt als »Kung Führer«. Doch etwas geht schief und er landet bei den Wikingern, die mit Maschinengewehren bewaffnet sind und auf einem T-Rex reiten.

Mit viele Liebe zum Detail wurde eine 80er-Welt erschaffen, in der das Rambo-Stirnband und ein Lamborghini Countach nicht fehlen dürfen. Ebenso unverzichtbar ist, dass der Held seinen Dienst quittiert und auf eigene Faust ermittelt.

Postproduction

Ein Großteil der Szenen seien bereits im Kasten, es stehe aber noch eine Menge Arbeit am Computer an, denn gedreht wurde hauptsächlich vor einem Green-Screen. So werden auch kleinere Probleme am Rechner gelöst. Ein Beispiel: Sandberg konnte sich nur eine Polizeiuniform leisten. Um trotzdem ein voll besetztes Präsidium zeigen zu können, wurden alle  Polizisten einzeln gefilmt und in der Postproduction zusammen gestellt. So fällt es nicht auf, dass alle Polizisten die gleiche Uniform tragen und während des Drehs nie zusammen im selben Raum waren.

Wir sind gespannt, wie es mit Kung Fury weitergeht. David Sandberg hat angekündigt, dass die 30-minütige Version auf jeden Fall gartis im Internet zu sehen sein wird.

Bilder: Kung Fury, kungfury.net

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