Das einkaufsfreie Jahr einer Shopaholic: Nachbericht

Aus dem Leben einer Shopaholic

Das Wichtigste gleich vorweg: Ich hab‘ das Einkaufen nicht verlernt. Nicht minder wichtig: Fräulein K. ist die beste Begleitung, die man sich nach so langer Abstinenz wünschen kann.

Der große Tag war der 3. Jänner 2014. Er wird in die – zumindest in meine – Geschichte eingehen. Wir begannen ihn mit einem ausgiebigen Frühstück, in dem von uns bereits getesteten und als gut befundenem Marenda. Niemand sollte sich nach einer so langen Shoppingpause ungestärkt ins Getummel stürzen. Während wir unseren Latte Macchiato und die vegetarischen Camembert-Brötchen genossen, erstellten wir einen »Schlachtplan« indem wir alle besuchenswerten Geschäfte auflisteten und die Reihenfolge festlegten.

Wir begannen mit dem – im wahrsten Sinne – Naheliegendsten: mit dem Burger in Dornbirn. Dort erstand ich auch mein erstes Kleidungsstück, einen Pullover von Bench. Meine gute Laune stieg ins Unmessbare, als die nette Verkäuferin mich an der Kasse darauf hinwies, dass der Pullover reduziert sei. Mit strahlenden Gesichtern schlenderten wir anschließend in den Citypark. Nachdem ich den New Yorker quasi leergekauft hatte, beehrten wir noch so gut wie jeden weiteren Laden  der Innenstadt und fuhren anschließend in den Messepark.

Mein erster Einkauf nach einem Jahr Abstinenz

Im Messepark sorgten wir zuerst für eine kühle Erfrischung (lecker Smoothie), bevor wir die nächsten Kleidungs- und Schuhgeschäfte abklapperten. Nach einiger Zeit waren die Hand- und Einkaufstaschen voll, aber die Mägen leer. Deshalb belohnten wir unsere Ausdauer mit einer kurzen, kulinarischen Verschnaufspause im Fruchtpunkt. Wer an dieser Stelle denkt, wir seien fertig, den muss ich eines besseren belehren: Wir waren noch nicht im Lindaupark!

Den Lindaupark mussten wir deshalb aufsuchen, weil ich a) nicht alle gewünschten Alben im Media Markt fand und b) den Pimkie aufsuchen wollte. Im Müller fanden wir alle CDs, die ich mir schon lange wünschte, im Pimkie war die Ausbeute schon etwas magerer. Um den erfolgreichen Tag nicht mit einer Enttäuschung ausklingen lassen zu müssen, gingen wir noch in den H&M. Ja, das zweite Mal an diesem Tag. Routinierte Einkäufer wissen, dass die Auswahl im H&M im Lindaupark zwar etwas kleiner, dafür aber eleganter ist. Dort fand ich dann auch endlich einen High-Waist-Rock!

Im Großen und Ganzen muss ich sagen, ich bin mit meiner Ausbeute sehr zufrieden. Ich bin nicht ausgeflippt und muss zugeben, dass ich – für meine Verhältnisse – keinem Kaufrausch verfallen bin. Meine Fußsohlen muss ich noch trainieren, denn der Shopaholic-Ausflug nach London steht noch aus! Ich hoffe, dass ich dort dann meinem Wunsch nachkommen kann, nur ausgewählte und fair hergestellte Mode zu kaufen. Das war mir leider für die Auffrischung meiner Grundausstattung zu teuer.

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