Albumkritik: STUARD – Talking from the Heart

Stuard – Talking from the Heart

Der österreichische Vollblut-Musiker Stuard hat drei Jahre lang an seinem Soloalbum »Talking from the Heart« gearbeitet. Es erschien im August 2013.

Stuard

Stuard

Der gebürtige Oberösterreicher Stuard zog mit 15 zu seinem Vater nach Wien. Zu einem Mann, dem er noch nie zuvor begegnet ist. Zur selben Zeit entdeckte er durch einen Freund die Beatles und seine Liebe zur Musik. Von da an komponierte er eigene Songs. Der Weg bis zu seinem Soloprojekt war ein langer und spannender, aber kein einfacher. In Talking from the Heart rechnet er mit seinem früheren Leben ab, für ihn war es eine Art innerer Reinigungsprozess. In seiner Bookletwidmung schreibt er: »Now I leave all the things behind and I’m looking forward to creating the next step in my life. Still in it for love and peace, wanting to fight for a better world.«

Sein Soloprojekt veröffentlichte Stuard bei dem von ihm selbst gegründeten Label 34TO7 RECORDS. »Es ist mir sehr wichtig, dass die Tracks rechtlich alle in meinem Eigentum sind und ich mit ihnen überall auftreten kann.« Er fing im Winter 2010 bereits mit den Arbeiten an seinem Erstlingswerk an, drei Jahre später präsentierte er es voller Stolz der Öffentlichkeit.

Talking from the Heart

Der Einstieg in das Album ist laut. Kein Wunder, handelt das Stück auch von Betrug und Eifersucht. Doch egal wie groß der Schmerz auch war, der Protagonist hat es zehn Jahre später geschafft, wieder zu lieben. Von da an erlebt man eine Achterbahn der Gefühle: Das Album ist vollgepackt mit Texten über Hass, Sex, Enttäuschung, aber am Ende des Tunnels ist Licht zu sehen. Es scheint, als hätte Stuard eine Seelenverwandte und somit endlich seinen inneren Frieden gefunden.

Am Album haben übrigens viele Vorarlberger mitgewirkt: Am Schlagzeug ist Andre Schwarz zu hören, Bass spielt Raimund Natter, die weibliche Rolle im Video zu »On my Side« ist eine Dame aus Egg und gedreht wurde selbiges von Philipp Moosbrugger.

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Fazit

Stuard trägt für sein Debüt wahrlich sein Herz auf der Zunge. Welch Überwindung es für so viel Ehrlichkeit und Offenheit braucht, kann man nur erahnen. Man hört die Erfahrung des Künstlers und auch, wenn er seine Vergangenheit hinter sich lassen möchte, gelingt es ihm – zumindest musikalisch nicht – sie zu leugnen. Das Genre des Albums lässt sich am ehesten als Rock und BritPop titulieren – so denkt man beim Chorus des vierten Tracks unweigerlich an Oasis und der sechste Song könnte auch von Robbie Williams sein. Manchmal hatte ich das Gefühl, als hätte ich das ein oder andere Stück schon mal ähnlich gehört, aber wahrscheinlich ist genau das der Grund, warum die Lieder so schnell ins Ohr gehen. Und dort bleiben sie dann auch.

Meine Anspieltipps
3: Hidden Attack
5: You’re not so special
7: Slow down
10: Taken the Road

Live

Berlin: Soubanova, 18. März 2014
Klagenfurt: 27. März 2014

Fotos: Ian Price

 

Unsere Bewertung

6 Gesamt

Ohrwürmer mit Handmade-Charakter

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