Kritik: Blutgletscher

Plot

Auf  einer Klimaforschungsstation in den Alpen entdecken eine handvoll Wissenschaftler eine rote Flüssigkeit, die aus einem Gletscher austritt.
Das Gletscherblut hat eine ungeahnte Wirkung auf die Tierwelt. Gerade als die Forscher das Geheimnis und das Unheil um das mysteriöse Gletscherblut lüften konnten, meldet sich eine hohe Politikerin zu Besuch an, die mit ihrer Crew nichtsahnend ins Verderben läuft …

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Kritik

Der Film, der tatsächlich in 3.000 m Höhe dreht wurde, zeugt gerade in der ersten Hälfte von einer stimmigen Umgebung und einer dichten Atmosphäre.
In dieser Hälfte des Films hat man das Gefühl, dass hier ein großer österreichischer Film gedreht wurde, der durchaus mit Hollywood-Produktionen konkurrieren kann.
Die Musik stimmt. Die schauspielerische Leistungen, insbesondere die von Gerhard Liebmann, sind durch die Bank gut. Liebmann spielt die Hauptrolle des alkoholsüchtigen Technikers, dessen einziger Freund sein Hund ist.

Bei den Kreaturen wurde großteils mit Puppen, anstatt mit reiner Computeranimation gearbeitet, was sich sehr positiv auf das Endprodukt auswirkt. Hier sollten sich viele Horrorfilme ein Beispiel nehmen.

Umso näher die Politikerin und ihr Anhang dem Gletscher kommen, desto mehr Schwachstellen treten im Film auf. Insbesondere das Over-Acting bei dramatischeren Szenen ist besonders nervend und reißt den Zuschauer aus dem Geschehen heraus.

Der Schluss ist absolut nicht nachvollziehbar. Zwar will man mit der Vorgeschichte der Figuren die Handlungen rechtfertigen, die Entscheidungen der Figuren wirken dennoch weit hergeholt. Somit fällt ein potenzieller Top-Film auf ein Mittelklasseniveau.

Fazit

Eine tolle erste Hälfte mit einer grandiosen Atmosphäre, die leider von Over-Acting und einem dummen Ende überschattet wird.
Blutgletscher bekommt vo mir 5 von 10 Movie Onions.

 5von10

Bilder: © drop-out cinema

 

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