Veganer April: Woche 1 (Cornelia)

Die erste Woche ist um. Viele möchten wissen, ob es schwer ist, sich vegan zu ernähren. Meine Antwort: Jein.

Meine Woche in Bildern:

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Am ersten Tag passiert mir gleich ein Fauxpas: Ich habe mit zwei Arbeitskolleginnen eine Salatgemeinschaft, d. h. wir bereiten uns mittags fast täglich Salat mit variierenden Zutaten zu. Eine unserer beliebten Grundzutaten: Feta. Dieser war auch am Dienstag im Salat – wahrgenommen habe ich es erst, als ich schon die Hälfte gegessen hatte. Augen zu und durch.

Bereits am Mittwoch merkte ich, wie schwer es Veganer haben, wenn sie nicht in ihrer gewohnten Umgebung essen können. Ich nahm an einem Seminar teil und ging mit den anderen zu Mittag im La Scarpetta essen. Es gab sieben verschiedene Mittagsmenüs, eines davon war vegetarisch, aber aufgrund der Sahnesauce konnte ich es nicht essen. Ich aß einen großen gemischten Salat und viiiiel Pizzabrot. Gleich am Abend wurde ich zum zweiten Mal auf die Probe gestellt. Wir trafen uns mit einer Bekannten im Element. Die vielen Tippfehler auf der Speisekarte konnten mich nicht davon ablenken, dass es eigentlich nichts für mich auf der Karte gab. Die Kellnerin hat sich extra beim Koch erkundigt, ob im Nudelteig Eier sind, leider hat der Koch bestätigt. So entschied ich mich für die Tomatensuppe – ohne Sahne. Eigentlich aß ich also pürierte Dosentomaten mit Pfeffer und Salz.

Zuhause ist es am allerleichtesten, sich vegan zu ernähren, da müssen wir nicht jede Speise durchleuchten. Aber der Einkauf im Bioladen am Samstag hat viel länger gebraucht als sonst, weil wir viele Zutatenlisten durchlesen mussten und einige Nahrungsmittel, die uns empfohlen wurden, nicht auf Anhieb finden konnten. Da wir es gewohnt sind, im Biomarkt einzukaufen, waren wir positiv überrascht von der Summe auf der Rechnung – wir hatten mit mehr gerechnet.

Den nächsten Stolperstein erlebte ich am Freitag Abend bei einer Veranstaltung auf der Dornbirner Messe »Schau«. Dort gab es ein Buffet mit vielen belegten Brötchen (Schinken, Salami, Käse), Brot, Käse, Obst, Chili und Gerstensuppe. Da ich mich nicht ausschließlich von Brot ernähren wollte, habe ich gesündigt und mir eine kleine Tasse mit Gerstensuppe genommen. Leider war sie nicht soooo lecker als dass sich die Sünde ausgezahlt hätte.

Da wir am Sonntag nach München fuhren um Jan Delay live zu sehen, habe ich nach veganen Restaurants gesucht – die gibt es in einer so großen Stadt zum Glück auch. Wir entschieden uns für das Max Pett in der Nähe des Clubs. Das Lokal war gut besucht und die Gäste waren alles andere als klischeeerfüllend. Die Speisekarte war groß genug, mein Essen hat mir nicht so geschmeckt, aber das lag nicht am Lokal sondern an mir. Man sollte kein Spinatcurry bestellen, wenn man keinen Spinat mag …

Im Großen und Ganzen ist die erste Woche ungefähr so verlaufen, wie ich es erwartet hatte. Bis auf einen Punkt: Ich habe 2 kg mehr auf der Waage. Das mag vielleicht am Laufsport liegen, den ich seit zwei Wochen endlich wieder betreibe, wahrscheinlicher aber am erhöhten Kohlenhydratekonsum. Der wird in Woche 2 auf jeden Fall eingeschränkt.

 

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