Veganer April: Woche 2 (Cornelia)

Veganer April beim Ländle Magazin

Mir war ja von Anfang an klar, dass mir Fleisch nicht wirklich fehlen wird. Dass ich aber nach zwei Wochen plötzlich bemerken würde, noch kein einziges Mal an Fleisch gedacht zu haben, verwunderte selbst mich. Meinem Schatz scheint es da etwas anders zu gehen: Er testet so gut wie jede fleischähnliche Substanz aus – sei es geräucherter Tofu, Saitan oder sonst etwas. Ich esse es, wenn er es kocht, aber selbst zubereiten würde ich es nicht. Da mag ich viel lieber meine selbstgemachten Falafel, die könnte ich täglich essen! 

Meine Woche in Bildern

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Irgendwas vertrage ich momentan nicht gut und ich bin noch nicht draufgekommen, was es ist. Ich tippe auf Hafermilch, aber so richtig sicher bin ich mir nicht. Auf jeden Fall habe ich regelmäßig ein lautes Rumoren in meinem Bauch, was mir vor allem im Büro recht unangenehm ist. Aus diesem Grund verzichte ich jetzt auch schon seit über 10 Tagen auf Kaffee im Büro. Es liegt nicht nur am Geräusch das die Hafermilch (vielleicht) in meinem Magen verursacht, sondern auch am Geschmack. Ich bin keine übertrieben starke Milchkonsumentin, aber meinen Kaffee mag ich am liebsten macchiato. Und bisher ist mir noch keine Milch untergekommen, die normaler Kuhmilch das Wasser reichen kann. Mandelmilch ist zu süß und flockt, wenn sie zu stark erhitzt wird und den Geschmack von Sojamilch mag ich nicht so gern. Was ich demnächst mal ausprobieren werde, ist Reismilch. Es gibt allerdings bei pflanzlicher Milch genauso viele verschiedene Hersteller und Sorten, dass eigentlich ein richtiger Milchtest angesagt wäre. Nur, was mache ich dann mit der übrigen Milch? Ich benötige max. einen Liter in der Woche.

Seit ich »Veganerin bin«, gehe ich wieder öfters im Nashia in Bregenz essen. Das Essen der Afrikanerin schmeckt superlecker und ist sogar vegan – wenn man die leckere Joghurtsauce am Salat weglässt. Auch im Kesselhaus, welches sich direkt neben meinem Büro befindet, gibt es einmal in der Woche ein veganes Mittagsmenü. Die Qualität der Speisen im Kesselhaus ist wirklich gut und das Personal nimmt auch anstandslos Sonderwünsche entgegen. Außerdem bietet das Per Du täglich entweder ein veganes oder ein vegetarisches Menü an – dort war ich aber leider noch nicht.

Das letzte Wochenende habe ich mit einer Freundin in Zürich verbracht. Grund unseres Ausflugs war das Konzert meiner Lieblingsband. Auch wenn die Reise nicht allzu lange war, deckten wir uns mit allerhand Leckereien ein. Ich postete ein Foto davon auf Instagram und wurde belehrt, dass die Vanille Cola nicht vegan sei. Der Hinweis kam spät – ich hatte sie schon getrunken. Natürlich wollte ich sofort wissen, ob an dieser Behauptung was dran ist, musste aber noch warten, bis wir im Hotel waren, da ich vorher keinen Internetempfang hatte. Ich fand leider weder eine Bestätigung noch eine Widerlegung und da ich nur am Handy googeln konnte, beendete ich meine Recherche rasch. (Auch zuhause am Laptop fand ich keine wirklich aussagekräftige Information zum Thema.) Am Sonntag wollten wir ursprünglich noch frühstücken gehen, da Zürich aber recht teuer ist, wollten wir nicht riskieren, irgendwo zu landen, wo es nichts oder nur eine geringe wenig Auswahl für mich gab. Aber zum Glück hatten wir noch einiges von unserem Anreise-Proviant übrig.

Insgesamt ging es mir diese Woche auch sehr gut ohne tierische Produkte. Ein positiver körperlicher Nebeneffekt blieb allerdings bisher aus – ich fühle mich weder fitter als zuvor noch habe ich abgenommen. Nein, dass stimmt nicht ganz, ich habe wieder das Anfangsgewicht.

Zur veganen Woche Nr. 1 von Chris

Zur veganen Woche Nr. 2 von Chris

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