MovieFreaks #1: Reichtum ist keine Schande

Aus der Reihe »100 Filme, die du (wahrscheinlich) nicht kennst, aber gesehen haben musst«.

Inhalt

Navin Johnson (Steve Martin) wächst als Adoptivsohn einer armen afroamerikanischen Familie auf einer Farm auf, bis er sich entschließt in die weite Welt hinaus zu ziehen, und seine Familie, bei der er das Gefühl nicht los wird, dass er anders ist, zu verlassen. Anfangs schlägt er sich als Tankstellenwart durch und landet später beim Zirkus. Dass Navin mit Glück gesegnet ist, wird spätestens dann klar, als er eines Tages durch eine seiner Erfindungen großen Reichtum erlangt. Wir sind Zeugen des klassischen „American Dream“-Märchens, welches hier auf eine sehr eigenwillig komische Art erzählt wird, die meiner Meinung nach auch heute noch wunderbar funktioniert.

Warum jeder diesen Film sehen sollte

Der Film stammt aus 1979, das weckt nostalgische Gefühle. Es waren andere Dinge über die man früher Witze gerissen hat. Alles ist sehr viel reiner und unschuldiger. Ich mag das und vermisse das bei den Filmen von heute manchmal.

Wer Steve Martin gut findet, wird diesen Film lieben, denn das Drehbuch hat er – für sich selbst – geschrieben und das merkt man. Steve Martin als Navin Johnson ist einfach göttlich, das müsst ihr sehen.

Obwohl der Film recht albern ist, erzählt er eine lehrreiche Geschichte darüber, wie ein Mann vom Tankwart zum Millionär heranwächst und am Schluss als Obdachloser endet. Wir lernen daraus, dass man das Geld genauso schnell wieder verlieren kann, wie man es durch glückliche Umstände erhalten hat. „Wie gewonnen so zerronnen“ ist die Moral dieser überaus unterhaltsamen Geschichte.

Ich persönlich kannte den Film bis vor ein paar Tagen noch gar nicht, und das obwohl ich großer Steve Martin-Fan bin. Filme wie „Der Mann mit zwei Gehirnen“ (1983), „Roxanne“ (1987), „Vater der Braut“ (1991), „Housesitter“ (1992), „Lifesavers“ (1994), „Haus über Kopf“ (2003) und eigentlich alle anderen, begleiten mich schon mein ganzes Leben lang. Leider ist es still geworden um den guten Mann, der mit 30 Jahren schon graue Haare hatte. Sein letzter Film war „Ein Jahr vogelfrei!“ (2011). Ich werde bei Gelegenheit mal abchecken, ob der auch etwas für die Top 100-Liste ist.

Wissenswertes

The Jerk (so der Originaltitel des Filmes) ist einer der Lieblingsfilme vom berühmten Regisseur Stanley Kubrick. Kubrick zitierte scheinbar sehr oft Sätze aus diesem Film.

– Bill Murrey hatte einen Cameo Auftritt in diesem Film, der dann wieder gestrichen wurde.

Originaltitel: The Jerk
Erscheinungsdatum: 14. Dezember 1979 (USA)
Regisseur: Carl Reiner
Musik von: Jack Elliott
Drehbuch: Michael Elias, Carl Gottlieb, Steve Martin
Story: Carl Gottlieb, Steve Martin
Länge: ca. 94 Minuten
Altersfreigabe: FSK 12

Reichtum ist keine Schande

Kennt ihr den Film? Wenn ja, mochtet ihr ihn auch so sehr? Wenn nicht, warum nicht? Wie steht ihr zu Steve Martin? Kennt man ihn heutzutage überhaupt noch?

Zum Film #2

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