Veganer April: Woche 3 (Chris)

Veganer April: Woche 3

Wir befinden uns in der dritten Woche des selbst auferlegten und bis auf den Ostersonntag strikt eingehaltenen veganen Monats April.

Veganer April: Woche 3

Unverhoffte Nebenwirkung

Zum Glück darf Bier getrunken werden. Hopfen, Malz und Wasser? Sollte eigentlich kein Problem darstellen, dazu aber ein kurzer Exkurs. Wie ich kürzlich feststellen musste, ist Bier nicht unbedingt vegan. Bei der „Klärung“ (das Entfernen von unlöslichen Trübungen und anderen Schwebeteilche) wird Gelatine verwendet, welche aus Tieren gemacht wird. Ein Bekannter meinte, dass in Vorarlberg ansässige Brauereien dafür keine Gelatine verwenden und dadurch dem veganen Biergenuss nichts im Wege steht. Das habe ich mal ungeprüft gelten lassen. Ich hätte natürlich noch auf Feinheiten wie „kommt auch der Kleber der Etiketten ohne tierische Produkte aus?“ eingehen können. Aber irgendwann wird aus ner Mission ein Kreuzzug, drum belasse ich es diesmal dabei.
Wo waren wir? Ja, zum Glück gibt’s Bier und ich darf’s trinken, sonst wäre der bescheidene achte Platz, den die „Ländle Magazin Angry Goats“ vor wenigen Tagen beim Völkerballturnier erreichten, nur schwer zu verkraften gewesen. Was mir im Zuge dessen aufgefallen ist – die beiden Male, in denen ich mich im veganen Monat  bis zum Verlust der Muttersprache betrunken habe, konnte ich mit einem recht zahmen oder sogar ohne Kater überstehen. Denn normaler Weise verbringe ich den Tag nach der Sauftour hilflos in Embryostellung auf der Couch und schwöre dem Alkohol vehement ab. Doch diesmal hieß es für mich: Carpe Diem.

Die Rückkehr der Nervensäge

Letztens waren wir essen, und zugegeben, das stellt eines der wenigen Probleme der veganen Ernährung dar, nicht überall ist man auf „Sonderwünsche“ eingestellt. Der klassische Salat war das einzige Gericht, das meinem strengen Ansprüchen genügte. Da ich mittlerweile aufgehört habe, jedem unter die Nase zu reiben, dass ich mich ausschießlich vegan ernähre, vertraute ich darauf, dass das geschulte Fachpersonal aufgrund meiner vorherigen Fragen in Bezug auf die Verwendung von Ei, Milch und Butter darauf schließen kann. Sicherheitshalber habe ich trotzdem Balsimicoessig und Olivenöl bestellt. Das hab ich dann auch bekommen – vermengt mit Joghurt.

Ein kleiner Rückschlag also, ansonsten verkündige ich voller Hingebung: „Ne, das ess‘ ich nicht!“

 

Zum Erfahrungsbericht von Elke Waibel

 

 

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