Alpinale – Fabelhafte Kurzfilme unter freiem Himmel

(c) Alpinale

ALPINALE Kurzfilmfestival in Nenzing/Vorarlberg

Di. 5. – Sa. 9. August 2014

 

Nenzing. Der Wettkampf um das “Goldene Einhorn” für fabelhafte Kurzfilme lockt Filmbegeisterte aus der ganzen Welt nach Nenzing. Aus 53 Ländern der Welt wurden 617 Filme für das ALPINALE Kurzfilmfestival eingereicht. Vom 5. bis 9. August 2014 werden 30 handverlesene internationale Kurzfilme und vier Lokalfavoriten bei schönem Wetter Open-Air am Ramschwagplatz in Nenzing präsentiert. Ansonsten bietet der Ramschwagsaal eine Alternative. Das Festival beginnt täglich um 20.30 Uhr mit einem von Manuela Mylonas und Filmcoach Ip Wischin geführten Filmgespräch. Die Besucher erhalten Einblicke in eine Filmproduktion. Um 21 Uhr startet dann wie gewohnt der Kurzfilmwettbewerb. Neben dem Kinderfilmfest am Nachmittag bietet die ALPINALE dieses Jahr auch einen Dramaturgieworkshop für Filmschaffende.

ALPINALE_KinoUnterSternen

Überblick über das Festival-Programm:

Dienstag, 5.8. – Samstag 9.8.2014, ab 20.30 Uhr

Kurzfilm-Wettbewerb und Filmgespräche

Zwischen 19.30 und 20.30 Uhr lädt die ALPINALE alle Gäste zu einem Begrüßungsgetränk ein. Ab 20.30 Uhr führen Festivalleiterin Manuela Mylonas und Moderator Ip Wischin Filmgespräche und bieten spannende Einblicke rund um den Film und den Wettbewerb. Eine internationale Fachjury prämiert die fabelhaftesten Geschichten mit einem “Goldenen Einhorn”.

 

152 Stunden Material, verteilt auf 617 Kurzfilme aus 53 Ländern, schickten Filmemacher aus aller Welt nach Nenzing. Die Sichter im Festivalteam haben sich die Augen viereckig geschaut, um die spannendsten Filme für das Festival herauszupicken. 30 handverlesene internationale Kurzfilme und vier Lokalfavoriten haben es in den Wettbewerb geschafft. Die Hälfte der Kurzfilme ist deutschsprachig. Die anderen Kurzfilme werden in Originalfassung mit deutschen oder englischen Untertiteln gezeigt.

Weitere Infos zum Programm: www.ALPINALE.at und www.facebook.com/ALPINALE

 

Samstag, 9. August 2014, 14 – 19 Uhr

Dramaturgieworkshop “A fabelhafte Gschicht”

Die ALPINALE bietet im Rahmen des Festivals auch einen Dramaturgieworkshop unter dem Titel “A fabelhafte Gschicht” mit dem Wiener Filmcoach Ip Wischin an. Interessierte können sich für den Workshop am Samstag, 9. August 2014 zum Thema “Storytelling – Einführung in die Techniken der Filmdramaturgie” anmelden. Die Teilnahmegebühr kann von den TeilnehmerInnen selbst festgelegt werden. Anmeldung über www.alpinale.at erforderlich.

 

Samstag, 9. August 2014, 20.30 Uhr:

Preisverleihung und Präsentation der prämierten Filme

Nach der Prämierung durch eine internationale Jury werden die Sieger aus den fünf Kategorien (International, Hochschule, Animation, Jury- bzw. Publikumspreis) und der beste Vorarlberger Kurzfilm (Sonderpreis “vorarlberg short”) noch einmal in voller Länge gezeigt.

 

Mittwoch, 6. August bis Samstag, 9. August, 16 Uhr

22. Kinderfilmfest

Für das jüngere Publikum (ab 6 Jahren) gibt es während der ALPINALE ein eigenes Filmprogramm. An vier Nachmittagen werden besonders sehenswerte Kinderfilme im Ramschwagsaal Nenzing gezeigt und von einer Medienpädagogin begleitet. Details unter www.ALPINALE.at/kinder

Das Team

Das ALPINALE Kurzfilmfestival wird als Verein geführt und von ehrenamtlichen Filmbegeisterten organisiert. Im Bild der Vereinsvorstand:  Andreas Künz, Karin Bleiweiss, Alexander Strolz, Manuela Mylonas und Johannes Rinderer. (Foto: Michael Denz)

Die Jury

Dieser Aufgabe stellen sich in diesem Jahr unter anderem der deutsche Regisseur und ALPINALE-Preisträger Benjamin Teske (“Fliehkraft”), der französische Filmwissenschaftler Michael Bourgatte und Verena Teissl, Professorin für Kulturmanagement an der FH Kufstein und die beiden Filmkreativen Flo Sturm (helloweare) und Markus Götsch (medienzoo).

Vorarlberger Kurzfilme im Festival-Programm:

 

Die hiesigen Filmemacher müssen sich nicht verstecken. Vier Kurzfilme mit Vorarlberger Beteiligung sind bei der 29. ALPINALE zu sehen. Wer den eigenen Film auf der Leinwand sieht, erfährt eine neue Dimension der Faszination Kino. Schließlich stellt der Filmemacher sich nicht nur der Öffentlichkeit und den Fragen des Publikums. Die Festivaljury wirft einen kritischen Blick auf die präsentierten Filme und prämiert den Besten in der Kategorie “v-shorts” mit 500 Euro. Insgesamt wurden 20 Filme für die “Vorarlberger Kurzfilmacht” eingereicht. Eine lokale Jury und das Publikum nominierten folgende vier Filme ins Festival-Programm:

 

„Cold wheels“ (Melanie Schneider)

Bei „Cold wheels“ wurde in die große Trickkiste gegriffen, damit wir Skater aus mehreren Blickrichtungen bewundern können. Regisseurin Melanie Schneider baute “Bullet-Time”-Effekte à la Matrix in ein Skatevideo ein und zeigt dem Betrachter durch Einfrieren der Tricks einen ganz speziellen Moment, der mit dem menschlichen Auge normalerweise nicht sichtbar ist.

Die spannende, formale und ästhetische Verbindung aus Alt und Neu, Raum, Gegenstände, virtuosen Akteuren, Musik und der tollen Kameraführung ergibt für uns eine Nominierung.

Der Film läuft im Kurzfilmprogramm am Dienstag, 5.8.14

 

Idee zum Film

4 Studierende stellten sich die Frage, wie eine Bewegung zu einem bestimmten Zeitpunkt von unterschiedlichen Positionen aussehen würde. Durch Analysen, Beobachtungen und technische Neugier versuchten sie etwas Hollywood nach Österreich zu bringen. So nutzten sie die Bullet-Time Technik um Bewegungen einzufrieren.

Eine Besonderheit/Herausforderung war …

Transport, Koordination und Inbetriebnahme des Bullet-Time-Equipments (Traverse, 30 DSLR-Kameras, Verkabelung, Synchronisation), Ausleuchtung der Drehlocation für die Bullet-Times (180° Ansicht), Koordination der „normalen“ Bewegtbildaufnahmen mit den Bullet-Times, …

Produktionstage: 4

Anzahl der beteiligten Personen: 28

 

“Return of the Habsburgs” (John J. Lund)

In der grotesken Actionkomödie “Return of the Habsburgs” rettet ein amerikanischer Elite-Soldat im Rambo-Manier die entführte Präsidententochter vor den Habsburgern, die ganz nach ihrem Familienmotto “Tu felix Austria, nube!” lieber heiraten, als Kriege führen.

Der Film läuft im Kurzfilmprogramm am Mittwoch, 6.8.14

 

Idee zum Film:

Der coolste Sport der Welt ist “Frauentragen”: Dabei muss ein Mann seine Frau über einen Hindernisparcour tragen und das schnellste Pärchen erhält als Preis das Gewicht der Frau in Bier. Wir haben uns also gefragt: “Was würde passieren wenn wir einen  “Rambo”-Typen, Frauentragen und Vorarlberg kombinieren?” Amen!

Eine Besonderheit/Herausforderung war … Zeit und Geld, wie immer!

Zum Glück gab es eine Menge an Leuten, denen das Drehbuch gefiel und die bereit waren, kostenlos zu arbeiten und ihre Freizeit in das Projekt zu investieren. Die Leidenschaftlichkeit bei der Entstehung war unglaublich. Ohne die Liebe und die Unterstützung von so vielen Menschen wäre das Filmprojekt nicht geglückt. Wir sind glücklich, dass wir soviel Unterstützung erhalten haben!

Produktionstage: 11 | Anzahl der beteiligten Personen:33

 

“end.wurf” des Künstlers Tone Fink.

Er besticht durch eine äußerst originelle Film- und Farbgestaltung und ist ein Fest der Fantasie. Außergewöhnlich ist auch die Ton- und Geräuschgestaltung. Der Entstehungsprozess seiner Pastellkreidezeichnungen mit Elementen aus Landschaftsbildern und frei erfundene Figuren werden durch wiederholte Eingriffe und Veränderungen schrittweise sichtbar gemacht. Für den Filmemacher bildet die Technik der Filmarbeit “einen ausdrucksstarken wie persönlichen Versuch, die Natur menschlicher Gefühle und Erinnerungen ins Werk zu setzen”.

Der Film läuft im Kurzfilmprogramm am Donnerstag, 7.8.14

 

Animationstechnik: Die Zeichnungen werden unter der Kamera immer wieder leicht verändert, es wird dazugemalt, übermalt und weggeschabt. Eine Sekunde laufender Animationfilm hat 25 bearbeitete Einzelbilder. Eine Besonderheit/Herausforderung war vor allem der Zeitaufwand, die Geduld und die Technik.

Produktionstage: Kann man kaum sagen, ich habe sicher länger als ein Jahr unter der Kamera gezeichnet und gemalt. Die Arbeit am Schnitt und an der Tongestaltung hat dann auch einige Monate gedauert.

Anzahl der beteiligten Personen: 6

 

„Kii“ (Anne Zwiener)

Die surreale 2D- und 3D-Animation „Kii“ der 31jährigen Dornbirnerin Anne Zwiener, die in knappen Bilden die Beziehung zweier Figuren erzählte.

Der Film schafft es, spielerisch mit dem philosophischen Thema umzugehen, ohne gekünstelt zu wirken. Er transportiert Emotion, ohne auf Mimik angewiesen zu sein, enthält überraschende Wendungen und ist eine in sich stimmige Komposition aus Bild und Ton.

Der Film läuft im Kurzfilmprogramm am Freitag, 8.8.14

 

Idee zum Film

Mein Interesse liegt an gesellschaftlichen Fragen, die ich in meinen Animationen in unterschiedlicher Weise umsetze. So war auch „Kii“ für mich eine Möglichkeit mit Metaphern zu arbeiten, die das menschliche Wesen beschreiben.

Eine Besonderheit/Herausforderung war …

Der Umgang mit dem Cintiq-Tablett auf dem ich die Animation gezeichnet habe und die Verschmelzung von 2D- und 3D-Animation.

Produktionstage: 60

Anzahl der beteiligten Personen: 1

 

Weiteres Bildmaterial/Filmstills:

https://drive.google.com/folderview?id=0B61F0GHqJX6BSi1LUGxscUJKNUU&usp=sharing

 

Filmlinks:

Cold Wheels: cold wheels :: bullet time by freeze it

end.wurf von Tone Fink: „end.wurf“ by tone fink

Return of the Habsburgs von John J. Lund: Return of The Habsburgs – Lead story from www.DailyAlp.com

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