MovieFreaks #6: John Dies at the End

Aus der Reihe »100 Filme, die du (wahrscheinlich) nicht kennst, aber gesehen haben musst«.

Um Film #6 zu finden muss man ein bisschen länger suchen, denn es handelt sich hier um einen wahren Geheimtipp der Extraklasse. Wer dachte, dass heute keine Trash-Filme mit Splattercharakter und selbstgemachten Monstern mehr produziert werden, der kennt John Dies at the End nicht.

Ein Titel der wie ein Spoiler klingt ist schon an sich aussergewöhnlich und mutig. Man darf natürlich trotzdem darauf gespannt sein was Johns Schicksal sich tatsächlich für ihn ausgedacht hat.

Inhalt

Eine Droge die von ihren Konsumenten „Sojasauce“ genannt wird, ist in aller Munde. Hat man dieses Produkt einmal zu sich genommen öffnen sich einem Tore zu apokalyptischen Zwischendimensionen. Der Konsum dieses Suchtmittels führt zu einer außerkörperlichen Erfahrung jenseits von Zeit und Raum. Klingt vielversprechend, birgt aber natürlich auch Gefahren mit sich, denn dieses Öffnen der Portale zu anderen Dimensionen erlaubt ihren Bewohnern natürlich auch den Zutritt zur Unseren.

Die zwei Kleinstadt Collegeabgänger David Wong (Chase Williamson) und sein Freund John Cheese (Rob Mayes) sind vielleicht nicht die typischen Helden und sie verstehen nichts davon wie man die Welt rettet, aber wenigstens sind sie nicht abgeneigt diese Aufgabe zu übernehmen. Doch wovor genau sollen sie nun die Menschheit beschützen?

Warum jeder diesen Film sehen sollte

Weil der Film damit anfängt, dass David einen toten Nazi enthauptet und ihm dabei der Griff seiner Axt auseinander bricht. Daraufhin geht er zum Baumarkt und holt sich einen neuen Griff. Kaum ist die Axt wieder intakt muss er sie in einem Kampf gegen ein anderes Monster einsetzten. Dabei geht leider der Kopf der Axt drauf und David muss wieder zum Baumarkt …

Weil wir hier eine sehr skurrile Geschichte erleben dürfen, die vor allem durch die nicht animierten Kreaturen mit ihren stockenden Stop-Motion Bewegungen überzeugen kann. Ausserdem sind die bis dato mehr oder weniger völlig unbekannten Darsteller, mit ihrer naiven Frische großartig anzusehen.

Weil es in diesem Film nichts gibt was es nicht gibt: starke Self-Made-Monster, Zeitreisen, Paralleluniversen, Bösewichte und Helden, Herzdamen und andere nackten Mädchen mit Masken, selbstgebastelte Waffen, Highschool Party mit Highschool Band … und das Ganze ist natürlich gespickt mit ganz viel Blut und Gedärme.

Wissenswertes

John Dies at the End basiert auf dem gleichnamigen Buch des Autors Jason Pargin, der das Werk unter dem Pseudonym David Wong (= Name des Hauptdarstellers) zuerst nur im Internet veröffentlichte.

Hinter John Dies at the End verbirgt sich Regisseur Don Coscarelli, der sich schon mit Filmen wie Beastmaster oder Bubba Ho-tep (mit Bruce Campbell in der Hauptrolle) einen gewissen Kultstatus erworben hat.

Variety schreibt über den Film: „Trotz des Spoilers im Titel ist ‚John Dies at the End‘ eine komplett unvorhersehbare Horror-Komödie – und eine ziemlich unterhaltsame noch dazu.“

Regisseur Don Coscarelli stolperte zufällig, durch eine E-Mail Produktempfehlung, über David Wongs Roman. Er erzählt: „Ich erhielt eine Email vom Amazon.com Roboter, der mir weiß machen wollte, dass wenn mir das Zombie-Buch, das ich gerade gelesen habe, gefallen hat, ich dann auch ‚John Dies at the End‘ mögen würde“. Ich las den Klappentext und fand die Geschichte so faszinierend eigenartig, dass ich sofort dachte, ‚Das könnte ein guter Film werden.‘ Außerdem ist ‚John Dies at the End‘ der wohl großartigste Titel der Filmgeschichte.“

Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2012
Regisseur: Don Coscarelli
Drehbuch: Don Coscarelli basierend auf David Wongs Roman
Produktion: Brad Baruh, Don Coscarelli, Andy Meyers
Kamera: Mike Gioulakis
Länge: 100 Minuten
Altersfreigabe: FSK 16
Besetzung: Chase Williamson, Rob Mayes, Paul Giamatti, Clancy Brown, Glynn Turman, Doug Jones, Daniel Roebuck
Budget: unter $1 Million
Box office: $141.951

John Dies at the End

Kann es sein dass ihr den Film doch schon kennt? Wenn nicht, wollt ihr ihn jetzt sehen? Wie steht ihr allgemein zu Splattern und handgemachtem Horror?

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