Sandabbau mit schwerwiegenden Folgen

Sand

Für viele gehört der Strand zum Sommer wie der Schnee zum Winter. Was die wenigsten wissen: Sand ist als Rohstoff gefragter denn je. Und wenn dessen Einsatz so weitergeht wie bisher, existiert der Sandstrand bald nur noch auf unseren Erinnerungsfotos.

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Sand im Alltag

Sand ist einer der begehrtesten Baustoffe der Welt, denn Stahlbeton besteht zu 1/16 aus Wasser, 2/16 aus Zement und 13/16 aus Sand. Zwei Drittel aller Bauwerke bestehen heutzutage aus Beton, für die Errichtung eines einfachen Einfamilienhauses werden 200 Tonnen Sand benötigt. Um einen einzigen Kilo­meter Auto­bahn bauen zu können, werden mind. 30.000 Tonnen Sand verwendet. Doch auch in vielen anderen Bereichen unseres Alltags wird Sand eingesetzt, zum Beispiel für die Herstellung von Glas, Computerchips, Wein, Papier, Reinigungs- und Kosmetikprodukten.

Wie Sand am Meer

Man möchte meinen, Sand sei ein unerschöpfliches Gut, tatsächlich dauert es aber mehrere tausend Jahre bis aus einem Gesteinsbrocken in den Bergen ein Sandkorn im Meer wird. Dieser Vorgang geschieht vor allem in Flüssen, doch durch die vielen Staudämme gelangen weniger Sandkörner ins Meer als früher. Oft werden selbst die Flüsse ausgebaggert, um an den wertvollen Sand zu kommen, was wiederum zu erhöhter Hochwassergefahr führt.

Im Meer wird um ein Vielfaches mehr an Sand abgebaut als hinzukommt, das größte Problem dabei: Sand gehört niemandem, deshalb ist er kostenlos für jedermann erhältlich.

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