Geheimtipp: Glass Animals

Glass Animals

Für das Erscheinen des Debüt-Albums »Zaba« der Glass Animals musste man Geduld aufbringen, doch das lange Warten wurde ausreichend belohnt. Glass Animals, das sind Dave Bayley, Drew MacFarlane, Edmund Irwin-Singer und Joe Seaward.

Man tut sich schwer, will man die Musik der Glass Animals in eine Schublade stecken. Einfacher ist es, sie in einem Atemzug mit ähnlichen Bands zu nennen, wie den Wild Beasts, Alt-J und Vampire Weekend. Will man sich dennoch festlegen, könnte man es Elektro-Indie mit weltmusikalischen Einflüssen nennen.

Die oxfordschen Musiker werden unterstützt von Paul Epworth, dem britischen Produzenten, Songwriter und Musiker, der auch schon mit Florence and the Maschine, Bloc Party, Adele oder Coldplay zusammengearbeitet hat. »Zaba« ist die erste Veröffentlichung auf seinem neuen Label Wolf Tone.

Ihre Videos üben eine Faszination auf mich aus, wobei ich mich gleichzeitig ob der vielen Insekten (»Black Mambo«), blutigen Wunden (»Psylla«) und geteilten Körperflüssigkeiten (»Gooey«) auch ein wenig ekle. Das schönste Musikvideo hat die aktuelle Singleauskoppelung »Pools«. Da tanzt und singt ein ganzer quietschbunter Knetmassen-Urwald. Überhaupt nehmen die Natur und speziell der Wald eine wichtige Rolle in den Videos der vier Musiker ein.

 

Die Glass Animals liefern mit »Zaba« den perfekten Soundtrack für ruhige Sommerabende in freier Natur. Vielleicht fangen Fauna und Flora ja tatsächlich an zu tanzen.

 

Foto: Erik Weiss

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