MovieFreaks #8: Super – Shut Up, Crime!

Aus der Reihe »100 Filme, die du (wahrscheinlich) nicht kennst, aber gesehen haben musst«.

„Guardians of the Galaxy“ kennt ihr ja, „Slither“ seit meinem letzten Artikel hoffentlich auch. Wie schon letztes Mal erwähnt, hat James Gunn den einen oder anderen Film gemacht „den du (wahrscheinlich) nicht kennst, aber gesehen haben musst“. Heute stelle ich euch seinen besten vor: „Super – Shut Up, Crime!“

Inhalt

Frank D’Arbo (Rainn Wilson) ist ein Durchschnittstyp, der unter Depressionen und Neurosen leidet. Zu allem Überfluss wird er eines Tages auch noch von seiner Frau Sarah (Liv Tyler) verlassen, und das wegen des Kleinkriminellen Jacques (Kevin Bacon). Nach dem gründlich gescheiterten Versuch Sarah zurückzubekommen, wird Frank von einer Vision heimgesucht und fühlt sich plötzlich berufen ein richtiger Superheld zu werden. Sein Superhelden-Alter Ego wird geboren – „Der Blutrote Blitz“ (im Original „The Crimson Bolt“). Da Frank leider keinerlei Superkräfte besitzt, stellt sich die Arbeit als Superheld etwas komplizierter heraus, als zuerst gedacht. Doch er hat Glück, denn die Comicverkäuferin Libby (Ellen Page) drängt sich ihm mit aller Gewalt als Sidekick – „Blitzie“ (im Original „Boltie“) auf. Gemeinsam machen sie sich auf, dem Verbrechen das Fürchten zu lehren.

Warum jeder diesen Film sehen sollte

Weil es genauso ist wie es im Lexikon des Internationalen Films steht: „Super – Shut Up, Crime!“ ist eine schräge Independent-Komödie, die an den Film „Kick-Ass“ erinnert, bei allem Humor aber sehr viel bösere Töne anschlägt und in einigen Effekten recht drastisch ausfällt.“

Weil „Super – Shut Up, Crime!“ leider zur exakt gleichen Zeit wie „Kick-Ass“ das Licht der Welt erblickte um dann in seinem Schatten zu verkümmern. Klarer Fall von unbegründeter Ungerechtigkeit, denn „Super – Shut Up, Crime!“ ist einfach besser als „Kick-Ass“.

Weil ihr keine geschleckten Superheldenfilme sehen könnt und auf so ein bitterböses Heldenepos euer Leben lang gewartet habt.

Wissenswertes

Nachdem er den Film auf einer Comic-Convention in London gesehen hatte und von den Vorwürfen gehört hatte, dass „Super“ Kick-Ass imitiere, gab „Kick-Ass“-Erfinder Mark Millar bekannt, dass er und Gunn bereits während der zeitgleichen Produktion beider Filme im E-Mail-Kontakt zueinander standen und selbst überrascht waren, dass sie nahezu zeitgleich einen ähnlichen Film produzierten. (In „Kick-Ass“ versucht ein pubertierender Comic-Fan, der keinerlei Superkräfte besitzt, Superheld zu werden.)

Michael Rechtshaffen meinte auf hollywoodreporter.com, dass Gunn alles auf satirisches Töten setzt, in einer „Keine Gefangenen“-Tonlage und in einer Art ultragewalttätigen RoboCop-Stil.

Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2010
Regisseur: James Gunn
Drehbuch: James Gunn
Produktion: Miranda Bailey, Ted Hope
Kamera: Steve Gainer
Länge: 92 Minuten
Altersfreigabe: FSK 18
Besetzung: Rainn Wilson, Ellen Page, Liv Tyler, Kevin Bacon, Michael Rooker, Sean Gunn, Nathan Fillion, Rob Zombie, …
Budget: $2,5 Millionen
Box office: $322.157

Super – Shut Up, Crime!

Kennt ihr James Gunn’s etwas anderen Superhelden Film schon? Wenn ja, wie hat er euch gefallen? Habt ihr euch mittlerweile schon etwas mehr mit James Gunn und seiner Arbeit beschäftigt? Welcher ist euer Lieblingsfilm von ihm?

Zum Film #7
Zum Film #9

 

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