Rettet das Gsi: Briesnöschtl

Rettet das Gsi: Briesnöschtl

Dieses Montafoner Wort ist zwar nicht so weit verbreitet, der Gegenstand an sich wird allerdings von jedem von uns fast täglich in die Hand genommen.

Der erste Teil des Wortes kommt vermutlich aus dem Französischen und heißt übersetzt »Bruch«.

Der zweite Teil leitet sich vom Wort »Nestel« ab. Ein Nestelband ist ein aus verschiedenen Materialien hergestelltes Band. Das Zuknoten von Nestelschnüren, das »Nesteln«, ist bis heute als Bezeichnung für »Schnüren« geblieben. Das mittelhochdeutsche Wort »Nestel« und das althochdeutsche Wort »nestila« haben ebenfalls diese Bedeutung und sind auch mit dem Wort »Netz« verwandt.

Ein Briesnöschtl kann also einerseits ein Schnürsenkel sein, andererseits wird aber auch das Schnürband des Mieders bei der Tracht so genannt. Die vollständige Erklärung also: Mit einem Briesnöschtl schnürt man den »Bruch« zweier Materialien mit einem Nestelband netzartig zusammen.

 

Rette auch du das Gsi!

Wenn du mehr alte Begriffe aus dem Vorarlberger Dialekt kennenlernen willst, besuche unsere Facebook-Seite.

Kennst du einen vergessenen oder nur noch selten verwendeten Begriff? Schick ihn (am besten inkl. Erklärung und Herkunftsgebiet) per Mail an uns.

 

Kommentar verfassen