DANGERZONE: Stand Up Paddeln

Auf einem Surfbrett zu stehen und vor sich hin zu paddeln, ist der neueste heiße Scheiß am Bodensee. Deshalb haben wir uns mit Andy Portenschlager von Ländle SUP getroffen. Der hat uns gezeigt, wie man richtig auf dem Brett steht.

Es ist hinlänglich bekannt, dass wir von Ziegfried knallharte Höllenhunde sind. Deshalb haben wir beschlossen, uns wahnwitzigen Herausforderungen zu stellen. Davon werden wir euch dann berichten, damit ihr nichts riskieren müsst.

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DANGER: Bewölkter Himmel

Die erste Gefahr, nämlich die einer Erkältung, lauert schon beim morgendlichen Blick aus dem Fenster. Der Himmel ist bewölkt und es weht ein eisiger Wind. Englische Verhältnisse. Einige würden sagen, dass es zu kalt ist, um nass zu werden. Da wir keine kleinen Mädchen sind und nur diesen einen Termin vereinbart haben, sind Ausreden fehl am Platz. Außerdem hat uns Stand Up Paddel-Coach Andy per Mail versichtert, dass wir ohnehin nicht nass werden – wir glauben ihm.

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Nach einer Tasse Kaffee, die einen besorgniserregenden metallischen Nachgeschmack hat, treffen wir uns mit Coach Andy am Hafen in Lochau. Es wird nicht lange gefackelt – wir machen uns umgehend in Richtung Ufer auf. Aufgrund der vorher beschriebenen schlechten Witterung haben wir beschlossen, unsere gestählten Körper in T-Shirts und Pullover zu packen, um der Erkältungsgefahr zumindest etwas vorzubeugen. Noch glauben wir fest daran, nicht nass zu werden.

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Es wird brenzlig. Mit unseren ca. 50 Zentimeter breiten und 3,5 Meter langen Boards begeben wir uns ins Wasser. Die erste Lektion lautet: Seid nicht übermütig und versucht erstmal kniend zu paddeln. Das klappt recht gut, die Ländle Magazin-Redaktion erweist sich durch die Bank als begnadete Knie-Paddler.

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Als wir ruhigere Gewässer erreichen, geht es ans Eingemachte. Schließlich sind wir mit einer Aufgabe hierher gekommen und die lautet: Steh‘ auf einem Surfbrett und paddle.

DANGER: Aufstehen

Coach Andy gibt letzte Anweisungen – irgendwas mit Gleichgewicht oder so … Ich höre nicht richtig zu. Ich kann schließlich Fahrradfahren, ohne ständig auf der Fresse zu liegen. Gleichgewicht? Kann ich!

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Dann geht’s los. Ein rauer Wind weht uns ins Gesicht, Gänsehaut ist im Anmarsch. Ich wage als Erster den Versuch, auf dem Brett zu stehen. Es ist wacklig, ich verliere die Balance bereits nach wenigen Sekunden – nun läuft alles in Zeitlupe ab: Mein linkes Bein drückt die Kante des Boards immer tiefer unter Wasser, während es sich auf der anderen Seite hebt. Ich rutsche ab, gleichzeitig wird mir wieder bewusst, wie arschkalt es hier ist. Ich stürze mit voller Breitseite ins Wasser. Begleitet von schallendem Gelächter tauche ich wieder auf und klammere mich verzweifelt an das verdammte Board.
Das Wasser ist eigentlich recht warm, wärmer als draußen. Der erste Schock ist überwunden, das T-Shirt ist nass, ich versuche es noch einmal – und tauche wieder ab.

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Vor lauter Lachen fällt unser Kino-Redakteur Max selbst ins Wasser – was ihm ganz recht geschieht. Es dauert eine Weile, bis wir ein Gefühl für die Sache entwickeln, daher geht es die nächsten 20 Minuten erstmal so weiter.

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DANGER: Multitasking

Wir können nun das Stehen auf dem Brett als Erfolg verbuchen, deshalb beginnen wir mit Level 2, der namens-gebenden Tätigkeit dieser Sportart: stehen und gleichzeitig paddeln. Auch der Kino-Max hat Coach Andy wohl nicht aufmerksam zugehört. Die männlichen Redaktionsmitglieder fallen, beinahe synchron, ins Wasser. Sich wieder aufs Board zu ziehen, zehrt langsam an den Kräften.
Frauen müssen einen ausgeprägteren Gleichgewichtssinn haben, zumindest scheint dies bei unser Chefredakteurin der Fall zu sein. Sie verlässt nur ein-, zweimal das trockene Board und amüsiert sich prächtig über unsere verzweifelten Versuche, das Gleichgewicht zu halten.

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Gegen Schluss haben wir uns doch noch das nasse Element untertan gemacht. Beim Heimpaddeln gleiten wir übers Wasser wie Jesus himself.

Fazit

Der Gefahrenfaktor liegt im mittleren Bereich. Beispielsweise hätte sich ein Redaktionsmitglied am Bodenseewasser verschlucken können. Zum Glück blieben wir von solchen Schicksalsschlägen verschont.

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Es gibt  noch ein kurzes Wortgefecht mit einem der selbsternannten Hilfssheriffs darüber, wo wir zu parken haben und wo nicht, Coach Andy gelingt es aber, die Situation zu entschärfen. Das Risiko hat sich gelohnt, Stand Up Paddeln ist geil, schnell gelernt und hält darüber hinaus auch noch fit. Nur besoffen sollte man davon Abstand nehmen, da der Gleichgewichtssinn eh schon anderweitig gefordert ist.

Alle Infos zum Stand Up Paddeln findet ihr hier: laendle-sup.at

Herausforderung gesucht!

Du hast einen Tipp, in welche Gefahr sich das Ziegfried-Team als nächstes begeben soll? Dann schreib uns, wir haben keine Angst. info@ziegfried.at

Foto: © Ziegfried 2015

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