WATCH THE F**K? Top & Flop Filme 2015

Wir haben für euch die enttäuschendsten und besten Filme des Jahres zusammengetragen.

Wie jedes Jahr gilt: Schon im Vorhinein als mies bis sehr schlecht zu beurteilende „Werke“, wie z.B. „Die Pute von Panem 4“, „Scary Movie 27“, „Mein Frau, die Spartaner und ich 3.0“ … tun wir uns erst gar nicht an und deshalb werden sie auch nicht in unserer Liste berücksichtigt. Wir wählen auch nur Filme aus, die 2015 in Österreich in die Kinos kamen.

Allgemein gesagt, war es nicht das beste Jahr für Cineasten. Das Portfolio der schlechten Filme war um einiges größer als das der Besten. Dann mal los:

Flop Nr. 5 – Terminator Genysis

Es fehlt das Bedrohliche der ersten beiden Teile. Dass man einen Terminatorfilm ab zwölf herausbringt ist eigentlich schon eine Frechheit an sich. Als ich den Film im Kino sah, war ich noch von der Nostalgie der ersten Teile geblendet, doch beim zweiten Mal sehen, war ich nur noch am Kopfschütteln …

Flop Nr. 4 – The Avengers: Age of Ultron

Nach dem Trailer habe ich auf einen dunklen Teil gehofft, bei dem auch tatsächlich ein paar Figuren in Gefahr sind. Nope. Wie viele andere Marvel Filme hat auch dieser das Problem, dass der Bösewicht nicht bedrohlich genug ist. Man hat nicht das Gefühl, dass es wirklich alle Superhelden benötigt, um Ultron zu bekämpfen. Darum wird nach einer einfachen Lösung gegriffen und eine Horde von Robotern losgelassen, damit auch jeder Superheld genug zu tun hat. Neben den vielen bestehenden Avengers werden sogar noch weitere Helden eingeführt, die einem relativ egal sind. Eine herbe Enttäuschung.

Flop Nr. 3 – Ted 2

Ein wirklich dummer und nicht besonders lustiger Film. Ich hab den ersten Teil wirklich gemocht und auch MacFarlanes Humor in „Family Guy“ sehr, aber dieser Teil war einfach nur Zeitverschwendung.

Flop Nr. 2 – Exodus

Einer der langweiligsten und unnötigsten Filmen, die ich je gesehen habe. Wenn man schon eine Geschichte nimmt, die jeder kennt und von der es schon Verfilmungen gibt, sollte man doch einen neuen Weg finden, um diese zu erzählen – würde man zumindest meinen. Doch nein, es wird das Gleiche gemacht wie in den Verfilmungen zuvor. Warum dann den Film überhaupt drehen? Außerdem werden alle Ägypter von Weißen gespielt, was großteils störend ist. Der Film zieht sich furchtbar in die Länge. Ich habe nichts gegen lange Filme, aber dieser fühlte sich an wie ein 5 Stunden-Film. Das einzige Positive und Kreative war die Darstellung der Biblischen Plagen.

Some Honorable Mentions:

Bevor wir zu Platz 1 kommen, findet ihr hier noch ein paar Werke die sich 2015 auch nicht glänzten, aber es nicht in den Flop 5 geschafft haben:

Fantastic Four – Niemand wollte diese Neuauflage, entsprechend schlecht ist sie auch geworden.

Mad Max: Fury RoadTom Hardy, imposante Bilder und der Typ mit der E-Guitarre machen noch keinen guten Film. „Fury Road“ besteht aus sinnlosem in-der-Wüste-hin-und-herfahren. Max, nach dem der Film benannt ist, spielt eher eine Nebenrolle und wird auch noch von einer einarmigen Frau verprügelt. Schade drum.

Dating Queen – Männer sind nach einem One-Night-Stand traurig und kommen sich benutzt vor? Ok, der Film spielt also in einem realitätsfernen Paralleluniversum – das ist leider bereits das Witzigste am ganzen Film. Zudem ist die Hauptrolle  mit Amy Schumer etwas fehlbesetzt – wenn man schon einen auf „Männerfressender Vamp“ macht, sollte die Protagonistin optisch diesem auch entsprechen.

Jurassic World – Blieb leider auch weit hinter den Erwartungen. Unfreiwillig komisch wirkt die Velociraptor-Buddy-Truppe.

96 Hours – Taken 3 – Der erste Teil war cool, der Zweite naja, den Dritten hätte man sich sparen können. Die Kampfszenen sind zwar immer noch schön anzusehen, doch ist nichts Neues dabei. So kommt Langeweile auf und man fragt sich, ob man stattdessen lieber die Katze füttern oder Blumen gießen sollte.

Flop Nr. 1 – The Visit

M. Night Shyamalans letzte Filme waren alle ziemlicher Müll, aber es gibt doch immer dieses Fünkchen Hoffnung, dass er wieder einen guten Film wie „The Sixt Sense“, „Unbreakable“ oder „Signs“ macht. „The Visit“ ist ein Found Footage-Film (Blair Witch Project) der schlechtesten Sorte. Er ist weder spannend noch gruselig und der Twist am Ende ist keine große Überraschung und auch recht enttäuschend. Spart euch die Zeit und lasst den Film einfach aus.

Top Nr. 5 – Star Wars: The Force Awakens

Die Chemie und der Humor zwischen den Charakteren funktioniert wunderbar. Mit den Laserschwertkämpfen wird gespart, was sie wieder wichtig und zu etwas Besonderem werden lässt. Vieles aus dem neuen Werk erinnert an die alten Filme, manches davon erweckt Nostalgie, anderes, z.B. der neue Todesstern, wirkt etwas einfallslos. Der Film hat zwar ein paar kleinere Probleme, gehört aber zu den besten des Jahres und ist einer der „Star Wars“-Filme überhaupt.

Top Nr. 4 – Birdman

Schauspielerisch und regietechnisch erstklassig. Der Streifen ist sicher nichts für jedermann, da man ihn mit einer kurzen Aufmerksamkeitsspanne auch langweilig finden könnte. Über den Film kann man auch nach dem Ende noch nachdenken, da vieles Interpretationssache bleibt.

Top Nr. 3 – Whiplash

J.K. Simmons als böser Bandleiter á la „Full Metal Jacket“ ist das Highlight des Films und wurde zurecht mit einem Oscar als bester Nebendarsteller belohnt. Es geht im Film zwar um Jazz, allerdings muss man sich mit Musik nicht wirklich auskennen, da es eher eine Charakterstudie ist. Die Hauptfigur ist nicht sympatisch, trotzdem sieht man ihr gespannt zu. Und der gemeine Lehrer hat durchaus seine Gründe warum er sich so verhält, wie er sich verhält: Man mag vielleicht nicht unbedingt seiner Meinung sein, aber er verhält sich nachvollziehbar.

Top Nr. 2 – Ex Machina

Ein intelligenter Film, der interessante Fragen stellt, ohne dabei Partei zu ergreifen. Schauspielerisch ist vor allem Alicia Vikander bemerkenswert, aber auch Oscar Isaac und Domhnall Gleeson spielen auf hohem Niveau. Die Figuren sind auch alle sehr realistisch dargestellt und die Twists sind nicht leicht vorhersehbar.

Some Honorable Mentions:

Hier noch ein paar positive Erwähnungen, die es zwar nicht in die Top 5 geschafft haben, aber uns trotzdem gut unterhalten haben:

Fury – Herz aus Stahl – Ein dreckiger Kriegsfilm, der die häßliche Seite des Krieges zeigt. Nur das Ende ist nicht ganz passend.

Codename UNCLE – Ein feiner Guy Ritchie-Streifen, in dem ein amerikanischer und ein russischer Spion zusammenarbeiten müssen.

Kingsman – Überraschend gut, wie ein James Bond-Film aus früheren Tagen. Der Kleindungsstil der Hauptdarsteller ist zwar manchmal etwas befremdlich, das macht ein lispelnder Samuel L. Jackson wieder wett.

Mission Impossible V – Überraschend gute Fortsetzung der Reihe.

It Follows – Ein erfrischender Horrorfilm, der sich gegen Ende nicht treu genug ist und ihn davon abhält großartig zu sein.

Top Nr. 1 – Sicario

Ich bin kein großer Fan von Filmen über Drogenkriege, aber dieser hier ist großartig. Er hat eine dichte Atmosphäre, tolle Musik und Bilder. Ein hochkarätiges Schauspielensemble. Man wird als Zuschauer lange (wie die Hauptfigur) im Dunkeln gelassen, was wirklich vor sich geht. Der Film traut sich etwas, was sich nicht viele Filme trauen würden und diese Szene ist sensationell. Der Streifen hat etwas Frisches an sich und die Message am Schluss passt hervorragend.

Eure Meinung?

Diese Liste spiegelt natürlich nur unsere persönliche Meinung wider. Solltet ihr anderer Meinung sein, lasst uns wissen, welches eure Highlights und Enttäuschungen des letzten Jahres waren.

Foto: Terminator Genisys © Paramount Pictures/ Skydance Productions, Star Wars © Lucas Film Ldt., Ted 2 © Universal Studios, 

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