Rettet das Gsi: Kutza

Rettet das Gsi: Kutza

Nach einem viel zu kurzen Sommer klettern die Temperaturen nun merklich nach unten und ohne »Kutza« ist es auf dem Sofa nicht mehr gemütlich. Kutza dürfte den meisten vermutlich ein Begriff sein, aber woher stammt das Wort eigentlich?

Das hochdeutsche Wort »Kotzen« ist eine altertümliche Bezeichnung für einen groben Wollstoff aus Streichgarn. Der Stoff wurde in Leinwand- oder Köperbindung (schräg verlaufender Grat, z.B. Jeansstoff) gewebt, gewalkt und beidseitig aufgeraut. Da er nicht geschoren wurde, wurde er gewöhnlich mit pelzartig dichtem und langem Flor versehen. Das Material diente für herkömmliche Decken, Pferdedecken, Mäntel und Umhänge.

Ein Kutza ist also eine Wolldecke für die vielen kalten Wintertage, die da noch folgen werden.

 

Rette auch du das Gsi!

Wenn du mehr alte Begriffe aus dem Vorarlberger Dialekt kennenlernen willst, besuche unsere Facebook-Seite.

Kennst du einen vergessenen oder nur noch selten verwendeten Begriff? Schick ihn (am besten inkl. Erklärung und Herkunftsgebiet) per Mail an uns.

 

Kommentar verfassen