Filme für Halloween – Part III

halloween-3

Es ist wieder der Tag im Jahr, an dem man sich hemmmunglos besaufen, oder sich massenweise Horrorfilme reinziehen kann. Dieser Artikel ist für all diejenigen, die sich für Letzteres entschieden haben.

Ein Großteil der Horrorfilme, die aktuell herauskommen sind Schrott. Das Problem liegt daran, dass Filmemacher das Genre nicht mehr ernst nehmen und schnelles Geld gemacht wird. Dieses Halloween wollen wir euch ein paar mehr oder weniger hochwertige Horrorfilme präsentieren. Solltet ihr einen davon nicht kennen, wisst ihr, was ihr zu tun habt.

Torso (1973)

„Where Whores Meet Saws“. Dieser Aufhänger alleine sollte schon Grund genug sein, sich den Film anzusehen, obwohl die Säge im Film keine allzu große Rolle spielt. Der italienische Regisseur Sergio Martino gehört mit Mario Brava, Antonio Margheriti und Lucio Fulci zu den Filmemachern, die das Giallo-Genre geprägt haben. Diese Filme enthalten oft ein Rätsel, wie „Wer ist der Killer?“ – was grundsätzlich auf viele Slasher-Filme zutrifft. Torso gehört jedoch zu den Besten dieser Sorte.
An einer Universität werden hübsche College-Girls von einem Killer mit einem roten Schal stranguliert. Der Zuschauer wird auf einige falsche Fährten gelockt, somit gibt es viele Verdächtige, was immer Spaß macht. Manchmal jedoch etwas zu plump, wenn jemand einen ähnlichen Schal wie der Killer trägt. Aber der Film hat auch brillante Momente, wie die Szene gegen Ende mit dem Schlüssel (müsst ihr euch schon selbst ansehen).

Fun-Fact: Während der Dreharbeiten wurden den Schauspielerinnen nicht gesagt, wer der Killer ist.

Pieces (1982)

In der Eröffnungsszene sehen wir die Origin-Story des Killers. Er ist acht Jahre alt und arbeitet an einem Puzzle einer nackten Frau (welches Kind macht das nicht?). Seine Mutter nimmt es ihm weg und wird darauf von ihm mit einer Axt umgebracht. Die Polizei verdächtigt den Buben jedoch nicht, somit ist alles gut und er kann 40 Jahre später das Morden fortsetzen. Der Killer schafft es immer wieder, sich mit einer Kettensäge an seine Opfer heranzuschleichen. Zugegeben, die Logik im Film ist nicht immer völlig wasserdicht, aber die Wasserbettszene alleine, macht den Film sehenswert.
Wer sich für Filmgeschichte interessiert, sollte Pieces zumindest einmal gesehen haben – deswegen kommt er auf diese Liste. Und die Gore-Effekte von 1982 und das Overacting gewisser Schauspieler haben ihren eigenen Charme.

Fun-Fact: Für die Gore-Szenen wurde richtiges Blut und Innereien von Tieren aus Schlachthöfen verwendet.

Ein Kind zu töten … (1976)

In den ersten paar Minuten werden Originalaufnahmen von Kriegen und Hungersnöten gezeigt, in denen besonders Kinder gelitten haben. Währenddessen hören wir ein Kinderlachen. Die Kinder lassen sich das nicht länger bieten.
Zur Handlung: Ein Mann macht mit seiner schwangeren Frau Urlaub auf einer spanischen Insel und sie müssen feststellen, dass das gesamte Dorf menschenleer ist. Bis auf die Kinder. Der Film lässt sich Zeit, bis er zur Sache kommt, aber das Unbehagen steigt kontinuierlich. Ein Film der ohne viel Gore-Effekte auskommt und Alfred Hitchcocks »Die Vögel« erinnert. Ein Film, über Arschlochkinder. Absolut sehenswert.

Fun-Fact: Das Drehbuch wurde in nur vier Tagen geschrieben, was jedoch nicht störend auffällt – das Ende ist perfekt.

Carrie (1976)

»Carrie« ist schüchtern, hat kaum Freunde und wird von ihrer religiös-fanatischen Mutter unterdrückt. Als das Mobbing ihrer Mitschüler zu heftig wird, setzt sie ihre telekinetischen Fähigkeiten frei. Abgesehen davon, dass mit Brian De Palma (Scarface) ein kompetenter Regisseur am Werk war, ist es die Hauptdarstellerin, die diesen Film besonders macht. Sissy Spacek spielt so glaubwürdig und verletzlich, dass sie für diese Rolle zu Recht für einen Oscar nominiert wurde.

Fun-Fact: Das Drehbuch basiert auf einer Geschichte des Meisters des Horrors Stephen King.

Tanz Der Teufel (1981)

Im Gegensatz zum Remake ist das Original der »Evil Dead«-Reihe von Sam Raimi (Spiderman) ein wirklich guter Film. Vier Freunde fahren in eine Waldhütte (ja schon wieder), wo sie unbeabsichtigt Dämonen herauf beschwören. Nichts für Zartbesaitete, denn der Zuschauer wird hier nahezu terrorisiert. Man sieht natürlich, dass die Effekte zum Teil schlecht sind, aber die hochgerollten Augen der Dämonen funktionieren heute noch. Solche Hingabe ist, moderner, liebloser CGI jederzeit vorzuziehen.

Fun-Fact: »Tanz der Teufel« hat die Diskussion über Gewaltfilme angeheizt und sogar zu Gesetzesänderungen in Deutschland geführt. Er soll als Vorlage für einen Mord gedient haben. Es gibt zwei Fortsetzungen, die nicht mehr wirklich gruselig sind, sondern sogar eher in das Fantasy-Genre abrutschen. Auf Amazon läuft die Serie »Ash vs. Evil Dead«, welche selbstironisch komisch ist, anstatt zum Fürchten.

Hier geht’s zur unserer Empfehlung von Horrorklassikern.

Hier geht’s zu 5 Filme für Halloween

Kommentar verfassen