Rettet das Gsi: Ähle gio

Rettet das Gsi: Ähle gio

Am 14. Februar ist Valentinstag. »Ähle gio« ist zwar eine liebevolle Geste, aber ob sie auch bei Verliebten zum Einsatz kommt, ist fraglich …

Dieser Ausdruck wird wohl hauptsächlich bei unseren lieben Wäldern bekannt sein. Woher er genau kommt, kann leider nicht mit Sicherheit gesagt werden.

»Gio« bedeutet geben. Schwieriger wird es bei »Ähle«. Eine Erklärung ist, dass der Diphthong »ei« in manchen Vorarlberger Gegenden durch »ä« ersetzt wird. Der kindliche Ausdruck »Ei ei« ist vielleicht mehreren ein Begriff. Ersetzt man in den deutschen Begriffen »Eieichen« oder »Eilein« das »ei« durch ein »ä« kommen wir dem Ausdruck schon näher.

»Ähle gio« ist also ein Ausdruck der Zärtlichkeit, verbunden mit einer liebevollen Geste, wie zum Beispiel mit dem Handrücken über die Wange streichen: Der Innerösterreicher würde »Eiei machen« sagen und ein kleines Kind auffordern, das Gegenüber nicht zu hauen, sondern zu streicheln.

 

Rette auch du das Gsi!

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